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19. November 2017 | 08:08 Uhr

CDU : „Dieser Vorschlag ist eine Totgeburt“

vom
Aus der Onlineredaktion

Karl-Josef Laumann über die Vorschläge von Schulz

svz.de von
erstellt am 06.Mär.2017 | 19:00 Uhr

Mit Karl-Josef Laumann, CDU-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft, sprach Rasmus Buchsteiner.

Martin Schulz will die Bezugsdauer beim ALG I auf bis zu 48 Monate verlängern. Was spricht gegen ein solches Vorgehen?
Laumann: Dieser Vorschlag ist eine Totgeburt. Ich habe den Eindruck, Martin Schulz hat mal wieder vorlaut drauflosgeplappert, und jetzt muss ihn die Arbeitsministerin mit irgendeinem unausgegorenen Konzept raushauen. Was da vorgeschlagen wird, ist eine Scheinlösung.

Was ist so verkehrt daran, Menschen so zu qualifizieren, dass sie länger in Arbeit bleiben können?
Daran ist gar nichts verkehrt. Nur: Mit dem SPD-Modell passiert genau das eben nicht, weil es völlig ziellos ist. Die große Gefahr des SPD-Vorschlags ist doch, dass die Betroffenen eine Qualifizierung machen und danach noch 24 Monate arbeitslos sind. Wer aber nach einer Weiterbildung noch einmal zwei Jahre zu Hause sitzt, hat womöglich ganz viel wieder verlernt. Dann wäre viel Mühe, Zeit und Geld verschenkt.

Was schlagen Sie vor, um gerade Älteren die Angst zu nehmen, den Job zu verlieren und danach schnell in Hartz IV zu rutschen?
Wir sollten es so machen wie bisher auch. Die Förderung der Bundesagentur für Arbeit ist vor einigen Jahren nicht ohne Grund umgestellt worden: Das Ziel war, nicht einfach ins Blaue hinein zu qualifizieren, sondern auf konkrete Arbeitsplätze hin. Dafür ist eine regionale Steuerung notwendig.

 

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