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20. Oktober 2017 | 21:50 Uhr

Die Zeitumstellung zum Ende der Sommerzeit

vom

svz.de von
erstellt am 26.Okt.2012 | 05:16 Uhr

Zweimal im Jahr wird in Deutschland und mehr als 60 weiteren Staaten die Zeit umgestellt. Seit 1996 stellen alle EU- Länder die Uhren am letzten Oktober-Sonntag eine Stunde zurück und im März vor.

Kritiker der Zeitumstellung sagen, dass das Hin- und Her zwischen Sommer- und Winterzeit den Schlafrhythmus vieler Menschen nachhaltig störe. Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht. Menschen wie Tiere lassen sich davon kaum beeindrucken.

Den Impuls für die Umstellung gibt die Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt/Main. Von dort strahlt der Sender DCF 77 Zeitsignale an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Steuertechnik von Kraftwerken und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, 50 000 Ampelanlagen und an die Uhren der Bahn. Programmiert wird der Sender von Mitarbeitern der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig.

Wer jeweils rätselt, in welche Richtung er die Zeiger drehen muss, nehme eine Eselsbrücke: Im Herbst gehen Temperatur und Zeiger zurück, ab März geht es mit der Wärme wieder voran - und mit der Zeit.

Ausnahme Russland

In Russland ist die Frage nach der richtigen Zeit für die Menschen ein nationales Ärgernis. Seit der Kreml vor einem Jahr die "ewige Sommerzeit" anordnete, klagen viele Menschen in den kalten und dunklen Wintermonaten, sie seien nicht ausgeschlafen oder fühlten sich abgeschlagen. In Umfragen klagten Russen auch über Depression wegen der langen Dunkelheit sowie über Probleme mit der Arbeitsleistung und Ärger mit technischen Geräten.

Auch Kremlchef Wladimir Putin räumte ein, dass er Probleme mit dem Aufstehen habe. Doch ob und wann die Normalzeit wieder eingeführt wird, ist noch offen.

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