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19. November 2017 | 19:02 Uhr

Die Woche im Fokus

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erstellt am 10.Aug.2012 | 06:26 Uhr

Das Opfer eingeklemmt im Auto. Ersthelfer versuchen zu helfen, so gut es geht. Minuten verstreichen, doch weder Polizei, noch Feuerwehr, noch Notarzt kommen. Opfer und Ersthelfer können es nicht ahnen: Einsatzkräfte fahren in die entgegengesetzte Richtung. Was gestern geschah, ist schlimm. Die Polizei irrt umher auf der Suche nach dem richtigen Unfallort. Der Rettungsdienst trifft offenbar auch erst nach der Feuerwehr ein. Dabei ereignete sich der Unfall nicht in einem winzigen, weit abgelegenen Dorf. Nein, auf der B 5. Karstädts Wehr hätte in wenigen Minuten dort sein können.

Die Leitstelle Potsdam habe nicht falsch alarmiert, sagt deren Leiter. Die Polizei wiederum spricht von einer falschen Ortsangabe durch den Unfallmelder. Aus den Reihen der Feuerwehren heißt es übereinstimmend, die erste Ortsangabe der Leitstelle war verkehrt. Und unsere Redaktion hat einen Zeugen am Telefon der behauptet, einen korrekten Notruf abgesetzt zu haben.

Fakt ist: Irgendetwas ist schief gelaufen. Der Fehler muss gefunden, der Sachverhalt öffentlich aufgeklärt werden. Und das um so mehr, da der gestrige Einsatz nicht als einziger Fragen aufwirft, wie das Beispiel von vor zwei Wochen zeigt: Wittenberge rückt zu einem Unfall aus, der sich am Stadtrand von Perleberg ereignete. Niemand macht den Kameraden der Feuerwehr einen Vorwurf.

Respekt vor ihrem ehrenamtlichen Engagement. Niemand ignoriert die hohe Zuverlässigkeit Prignitzer Rettungskräfte. Doch was gestern geschah, darf sich nicht wiederholen. Hoffen wir, dass sich die nach allem was wir wissen schwer verletzte Karstädterin gut erholt.

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