Die wichtigsten Zusatzdienste für Twitter

Die Applikation Twibble stellt auf Handys mit Symbian-Betriebssystem eine Verbindung zum Twitter-Server her. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)
Die Applikation Twibble stellt auf Handys mit Symbian-Betriebssystem eine Verbindung zum Twitter-Server her. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist die Internet-Anwendung der Stunde. Doch wer nicht nur 140 Zeichen, sondern etwa auch Bilder und Videos absetzen möchte, benötigt Zusatzdienste. Diese Anwendungen machen Twitter produktiver.

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19. April 2009, 02:30 Uhr

Hamburg (dpa/tmn) - Nichts ist interessanter als das wahre Leben - denken Mikro-Blogger weltweit. In 140 Zeichen, also mit weniger Text als in einer Standard-SMS, geben sie Updates von dem, was sie gerade tun oder sehen.

Der Dienst Twitter ist zum Synonym für das Phänomen geworden. Nicht nur Banales à la «Sitze gerade im Zug» oder «Gehe jetzt ins Bett» wird durchs Netz gezwitschert: Längst kommunizieren die Blogger auch mit Bildern und Ultra-Kurzfilmen.

Bilder und Videodienste für Twitter

Fotos laden Mikroblogger etwa auf «twitpic.com hoch». Links zu den Bildern landen dann automatisch mit 140 Zeichen Text im eigenen Twitter-Blog. Wer unterwegs ist, kann Foto und Text auch mit dem Handy per Mail absetzen. Etwas anders funktioniert «snaptweet.com»: Der Dienst sendet automatisch Links von Flickr-Bildern an Twitter - immer, wenn der Nutzer gerade neue Bilder hochgeladen hat.

Videos gelangen etwa über «12seconds.tv» an Twitter. Nur zwölf Sekunden haben die Nutzer, um Botschaften unters Volk zu bringen. Von Rehkitzen, die per Handy in den Wiener Donau-Auen aufgenommen wurden bis hin zur Londonerin, die sich im knappen Union-Jack-Kleid aus Pailletten vor der Webcam räkelt - im Kurzvideo-Blog gibt es alles.

Posts per Mail

Die Dienste «15s.viddler.com» und «nimbb.com» schieben erst nach 15 beziehungsweise 30 Sekunden der Aufnahmefunktion der Webcam einen elektronischen Riegel vor. Bekommt der Nutzer für jedes Nimbb-Video einen Link zur Weitergabe, bietet Viddler wie 12seconds an, den Link nach der Aufnahme in einen Twitter-Blog zu setzen. Die Macher von «seesmic.com» räumen sogar stattliche fünf Minuten Sendezeit ein.

Wer größere Videos oder andere Dateien mit bis zu zehn Megabyte Größe absetzen will, kann Twittershare («phoreo.com/twittershare») nutzen. Die Datei wird auf einen Server geladen, ein Link dorthin landet als Post bei Twitter. E-Mail-Anhänger können via «twittermail.com» mittels persönlicher Mailadresse, die man tunlichst geheim halten sollte, von jedem E-Mail-Client aus Posts direkt an Twitter senden.

Adressen abkürzen

Umgekehrt sammelt Twitter Mail alle an den Nutzer gerichteten Posts und schickt sie an eine E-Mail-Adresse. Diesen Service bietet auch «twply.com». Twitter Mail hilft Mogelwilligen sogar dabei, die 140-Zeichen-Restriktion zu umschiffen - indem es per Link auf einen beliebig langen Text leitet, der auf dem Server des Dienstes liegt. Wer regelkonform mikrobloggen und trotzdem Platz sparen will, kann lange Webadressen unter «tr.im» oder« tinyurl.com» abkürzen lassen.

Die Suchmaschine «tweetscan.com» durchforstet neben Twitter auch viele andere Mikroblog-Dienste wie «identi.ca» oder das deutsche «bleeper.de». Eine Alternative, die «Twittosphäre» nach Themen oder Namen zu durchforsten, bietet «tweetag.com». Weitere bekannte Mikroblog-Angebote sind «niimo.com» oder «frazr.com/de». Accounts bei verschiedenen Anbietern führt etwa die kostenlose Client-Software Twhirl («twhirl.org») zusammen.

Die Halbwertszeit vieler Mikroblog-News beträgt nur Sekunden. Dazu trägt die Möglichkeit bei, Posts mobil über den Smartphone-Browser («m.twitter.com») abzusetzen. Spezielle Handy-Clients sind Twibble («twibble.de») für Handys mit Symbian-Betriebssystem, Pocketwit («code.google.com/p/pocketwit») für Geräte mit Windows Mobile oder TwitterFon («twitterfon.net») für das iPhone. Schnell schreibt und empfängt auch Posts, wer das Firefox-Plug-in «twitterFox» nutzt.

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