zur Navigation springen
Neue Artikel

25. November 2017 | 10:51 Uhr

Die Wattzahl hat ausgedient

vom

svz.de von
erstellt am 31.Aug.2012 | 10:08 Uhr

Was war das Leben früher doch einfach: Wer eine 60-Watt-Glühlampe brauchte, ging in den Laden und kaufte eine 60-Watt-Glühlampe. Heute muss der Kunde sich - oder dem Verkäufer im Geschäft - zuvor an die zehn Fragen beantworten: Wird die Lampe häufig ein- und ausgeschaltet? Was für einen Sockel muss sie haben? Wie lange brennt sie in der Regel? Soll das Licht grell oder eher gemütlich sein? Soll die Lampe dimmbar sein? Wie viel Licht soll sie liefern? Was die jeweilige Sparlampe kann, steht auf der Verpackung. Diese Werte sind wichtig:

Helligkeit: Wie hell eine Lampe leuchtet, gibt der Lichtstrom an. Er wird in Lumen gemessen. 350 bis 400 Lumen entsprechen einer 40-Watt-Glühlampe, 600 bis 700 Lumen einer 60-Watt-Lampe und 1200 bis 1400 Lumen einer 100-Watt-Glühlampe. Die Wattzahl gibt dagegen an, wie viel Leistung die Lampe benötigt.

Lichtfarbe: Dafür wird oft die Farbtemperatur in Kelvin angegeben. 2700 Kelvin und weniger stehen für extra-warmweiß, 2800 bis 3300 Kelvin für warmweiß, 3400 bis 5000 Kelvin für neutral-weiß, über 5000 Kelvin für tageslichtweiß.

Farbwiedergabe: Unter dem Licht bestimmter Lampen wirken Gesichter fahl oder Rottöne bräunlich. Wie gut die Farbwiedergabe ist, gibt der Index Ra an - je niedriger, desto schlechter. Er sollte in Innenräumen nicht unter 80 liegen.

Dimmbarkeit: Bei den Kompaktleuchtstofflampen gibt es dimmbare Modelle, wobei nicht jedes mit jedem Dimmer funktioniert.

Schaltfestigkeit: Sie sagt aus, wie häufig eine Sparlampe ein- und ausgeschaltet werden kann. Moderne Kompaktleuchtstofflampen haben eine Vorheizfunktion, die die Schaltfestigkeit erhöht. Mehr als 200 000 Schaltzyklen sind möglich. Lampen mit hoher Schaltfestigkeit sind u.a. für Treppenhäuser sinnvoll.

Einschaltverzögerung: Energiesparlampen leuchten nach dem Einschalten zumeist nach einer halben bis einer Sekunde auf. Ihre volle Helligkeit erreichen viele Modelle erst nach einer bis anderhalb Minuten. Schlecht für Treppenhäuser. Doch Lampen, die sofort angehen, haben meist keine Vorheizung - schlecht für die Schaltfestigkeit. Die Verbraucherzentrale sieht LEDs oder Energiesparlampen mit höherer Lichtleistung als Lösung dieses "Konflikts".

Lebensdauer: Sie wird in Stunden und Jahren angegeben und hat wegen der unterschiedlichen Anschaffungspreise erheblichen Einfluss auf die Effizienz.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen