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16. Dezember 2017 | 15:39 Uhr

Die Träumer bitten die Allgemeinheit zur Kasse

vom

svz.de von
erstellt am 24.Jan.2012 | 06:33 Uhr

Geahnt, befürchtet wurde es ja schon länger, dass der Flughafen noch zum finanziellen Grab des neuen Kreises werden würde. Nun ist die erste Rechnung da, eine überschlägige mit vielen Risiken. Und warum? Weil die Regionalpolitik nach der Wende aus dem Fliegerhorst der Nazis und dem später berüchtigten Russenplatz mit seinen Kampfhubschraubern ein neues Fuhlsbüttel machen wollte. Global Air Transpark war mal so ein Traum, die Nachtflüge für Hamburg wollte man haben, von Parchim aus in den Urlaub fliegen. Es hat Erfolge gegeben, wenige. Aber zu welchem Preis. Es geht ja nicht nur um die Millionenschulden, die jetzt zu Buche stehen. Mehr als 31 Millionen Euro Fördermittel sind über die Jahre in dem Bereich um die Parchimer Landebahn buchstäblich versenkt worden. Dabei gab und gibt es in Rostock-Laage ja noch einen Flugplatz und einen in Neubrandenburg… Und alle stecken in Schwierigkeiten, allen geht es nicht gut. Dabei ist es doch simpel. Mecklenburg-Vorpommern ist viel zu dünn besiedelt für große Flughäfen, zumal Berlin und Hamburg für ein vollmotorisiertes Volk mühelos zu erreichen sind. Für Warnungen ist es nach vielen Jahren aber zu spät, die verantwortlichen Politiker für dieses Desaster sind nicht mehr im Amt. Was bleibt Landrat Rolf Christiansen anderes übrig, als den Scherbenhaufen aufzukehren, den ihm Klaus-Jürgen Iredi, aber auch das Land hinterlassen haben? Dieser Flugplatz war stets eine Nummer zu groß - für Parchim aber auch für das Land. Hoffentlich bleibt das eine Lehre für kommende Großprojekte.

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