Die Signale des Frühlings

Die Tage werden länger und heller, die Temperaturen milder –  da stellt sich Körper gleich auf Frühling ein.
Die Tage werden länger und heller, die Temperaturen milder – da stellt sich Körper gleich auf Frühling ein.

Weihnachten war grün, dann wurde es kurz kalt – jetzt scheint der Winter wohl vorbei

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18. Februar 2014, 17:25 Uhr

Der dicke Mantel kann in den Schrank wandern. Für die Experten vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach war’s das wohl fürs Erste mit dem Winter. „Da kann nicht mehr viel nachkommen“, sagt der Meteorologe Gerhard Lux. Zeit also für einen Ausblick auf den Frühling. Sechs Zeichen, dass es so weit ist:

Sonnenbrille

Beim Frühjahrsspaziergang kombinieren viele die dicke Daunenjacke mit der Sonnenbrille. Da liegt dann ein Hauch von Bella Italia über den deutschen Fußgängerzonen. Laut Branchenkennern geht der Brillen-Trend weiter zu großen und runden Modellen. Für Trendsetter ist es auch nicht verkehrt, Holz oder Horn auf der Nase zu tragen.

Autowäsche

Es gibt ein „Frühlingsputzgen“. Da ist sich Rolf-Mathias Chrosch von der Kette „Cosy Wash“ in Berlin sicher. In den vergangenen Tagen sei das Geschäft in den Autowaschanlagen gut gewesen. Der Schmuddelwinter hatte Folgen: „Vor 14 Tagen waren bei den Autos weder die Farbe noch die Kennzeichen zu erkennen.“

VOGELgeZWITSCHER

Das Zwitschern kommt nicht mehr nur aus dem Handy, sondern vom Balkon und ist echt. Es wurden auch schon die ersten Störche gesichtet.

TULPEN

Bald beginnt die Saison der Freiland-Tulpen, das Angebot wird größer. Das macht Blumen in der Regel billiger. Händler freuen sich, wenn im Winter die Luft lau ist, so wie vergangene Woche. „Wir hatten einen sehr erfolgreichen Valentinstag, weil das Wetter frühlingshaft war“, berichtet Thomas Wittenburg vom Verband des Deutschen Blumen-Groß- und Importhandels.

FRÜHLINGSGEFÜHLE

Spielen im Frühling wirklich die Hormone verrückt? „Das ist ein Mythos“, sagt Prof. Helmut Schatz (Bochum), Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (Hormon-Lehre). „Hormone spielen schon eine Rolle, aber nicht die Sexualhormone.“ So gibt es im Frühling weniger vom „Schlafhormon“ Melatonin im Körper, weil es heller ist – man wird munterer. Auch der Wert des „Glückshormons“ Serotonin erhöht sich. Für den Experten ist der Frühling eine komplexe Angelegenheit. Frische, erdige Düfte, hellere, bunte Farben und die Psychologie des Neubeginns spielen eine Rolle. Schatz zitiert einen Frühlingsklassiker aus einem Gedicht von Hermann Hesse: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne.“

WINTER ABGEHAKT

Wer oder was war gleich „Polar Vortex“? Die Phänomene des Winters sind vergessen. Zur Erinnerung: Der „Polar Vortex“ war der Polarwirbel, der den USA viel Schnee und eisige Wochen brachte. Auch Mäntel für Hunde dürften sich temperaturbedingt erledigt haben.

Bis zur nächsten Saison.


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