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19. Oktober 2017 | 11:18 Uhr

Die Rücktritte

vom

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erstellt am 11.Okt.2012 | 10:38 Uhr

7. September 1987

"Der Spiegel" berichtet, der SPD-Spitzenkandidat Björn Engholm werde bespitzelt.

12. September 1987

Am Tag vor der Wahl schildert "Der Spiegel" Schmutzaktionen gegen Engholm. Urheber sei Reiner Pfeiffer, Referent in der Staatskanzlei von CDU-Ministerpräsident Uwe Barschel. Bei der Wahl verliert die CDU die absolute Mehrheit; es gibt ein Patt.

18. September 1987

Mit einem "Ehrenwort" weist Barschel alle Vorwürfe zurück - und kündigt eine Woche später seinen Rücktritt an.

11. Oktober 1987

Barschel wird tot im Genfer Hotel "Beau Rivage" gefunden. Die Schweizer Behörden erkennen auf Selbstmord, bald kommen Zweifel auf.

8. Mai 1988

Die SPD holt bei einer Neuwahl die absolute Mehrheit.

1. März 1993

SPD-Sozialminister Günther Jansen gibt zu, 40 000 Mark gesammelt und an Pfeiffer gezahlt zu haben. Er tritt am 23. März zurück.

3. Mai 1993

Engholm tritt als Ministerpräsident und SPD-Chef zurück. Er habe früher, als im Ausschuss gesagt, von Pfeiffer gewusst.

1. Dezember 1994

Die Lübecker Staatsanwaltschaft leitet ein Ermittlungsverfahren wegen Mordverdachts ein.

2. Juni 1998

Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen im Fall Barschel ein. Ob es Selbstmord oder Mord war, bleibt ungeklärt.

25. August 2011

Der ehemalige Barschel-Chef ermittler Heinrich Wille bekräftigt in seinem neuen Buch "Ein Mord, der keiner sein durfte" die Überzeugung, Barschel sei ermordet worden. Beweise dafür kann er nicht liefern.

28. Juli 2012

An Kleidungsstücken Barschels wurden fremde DNA-Spuren entdeckt. Die Staatsanwaltschaft sieht aber keine Handhabe für neue Ermittlungen. Die Spuren reichten für einen Abgleich mit der DNA-Datei des BKA nicht aus.

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