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23. November 2017 | 16:16 Uhr

Die Posten-Puzzler

vom

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2012 | 08:27 Uhr

Bei den Linken gibt es keine Doppelspitze, die alle Kriterien erfüllt. Man kann Namen zu Namen puzzeln, aber immer wird es irgendwo haken. Beim Flügel-Proporz, bei der Frauenquote, der Ost-West-Herkunft. Auch Lötzsch und Ernst waren nicht die letzte mögliche Kombination, sondern der kleinste gemeinsame Nenner. Funktioniert hat das nicht.

Die Linken sollten sich von ihren strikten Vorgaben trennen. Gefragt ist jetzt Personal, das zu einem Profil führt. Das nicht länger mit alten Feindbildern hantiert, das nicht länger in PDS und WASG denkt, das einen Markenkern entwickelt, das den Draht zu den Menschen wieder herstellt, das es bleiben lässt, den Bau der Mauer zu verteidigen oder über Pfade zum Kommunismus zu fabulieren. Es steckt noch zu viel Vergangenheit in einer Partei, die kein Konzept für die Zukunft hat.

Die Linken beschäftigen sich zuallererst mit sich selbst. Lafontaine kokettiert mit Wagenknecht, sie mit ihm und beide mit der Rückkehr auf die große Bühne. Ernst taktiert und wartet ab, Bartsch kandidiert und wartet ab, Gysi lässt allen Spekulationen freien Lauf. „Wir haben unsere Qualität als Kümmererpartei verloren“, sagte André Brie einmal. Genauer muss es heißen: Die Linken kümmern sich um alles, was Posten betrifft. Sie kümmern sich nur nicht um die Wähler.

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