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20. November 2017 | 07:02 Uhr

"Die meisten Vögel kommen sonntags an"

vom

svz.de von
erstellt am 13.Mär.2012 | 10:34 Uhr

"Amsel, Drossel, Fink und Star" heißt es in einem bekannten Frühlings- und Kinderlied über die Heimkehr der Vögel nach dem Winter. Dass diese Strophe nicht mehr aktuell ist, erläutert der Vorstand der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft in MV, Dr. Klaus-Dieter Feige. Denn viele Vögel sind gar nicht wieder da, sondern waren nie weg.

"Seit etwa 90 Jahren beobachten wir eine Veränderung im Heimkehrverhalten", äußert er. Feldlerchen, Kraniche oder eben auch immer mehr Stare und Finken versuchen bei den milden Temperaturen hier zu überwintern. Amseln hingegen verbringen schon immer ihre Winter hier, verlegen nur ihren Lebensraum in die Wälder. Lediglich die Drossel zieht regelmäßig in wärmere Gebiete, ist aber in diesem Jahr auch noch nicht wieder da, so Feige. Die Winterwanderung ist dabei eine Strategie der Vögel, dem Nahrungsmangel zu entgehen. Ist genug vorhanden, bleiben die Tiere hier und verschaffen sich einen Vorteil gegenüber ihren ziehenden Artgenossen. "Je früher sie wieder da sind, desto besser sind die Reviere und umso größer ist die Fortpflanzungschance," so Feige.

Ein Drittel der Kranichreviere sind zum Beispiel aktuell schon wieder besetzt, so Feige. Einige blieben hier, andere sind bereits aus Spanien wieder zurück. Abschließend erklärt Feige noch, warum die meisten Vögel an einem Sonntag eintreffen. "Denn da sind die meisten Vogelkundler unterwegs und machen ihre Beobachtungen."

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