ADAC-Test : Die meisten Parkhäuser fallen durch

Das Parkhaus „Am Kurhausgarten/Strand“ in Warnemünde wurde Testsieger.
Das Parkhaus „Am Kurhausgarten/Strand“ in Warnemünde wurde Testsieger.

Dunkel, unübersichtlich, zu enge Parklücken, schimpfen viele Autofahrer in MV – Recht haben sie, sagt der Automobilclub.

svz.de von
19. November 2015, 20:45 Uhr

Der ADAC hat in einem Test den meisten der überprüften Parkhäuser in Mecklenburg-Vorpommern kein gutes Zeugnis ausgestellt. Von 20 Anlagen, die alle mehr als 100 Stellplätze haben, konnten nur vier mit der Note „gut“ abschließen, sagte Hanno Huijssen vom Vorstand des ADAC Hansa gestern in Rostock. 13 Anlagen waren „ausreichend“, zweimal hieß es „mangelhaft“, einmal sogar „sehr mangelhaft“.

Testsieger war das Parkhaus „Am Kurhausgarten/Strand“ in Warnemünde, das mit seinem Sicherheitskonzept und der Nutzerfreundlichkeit überzeugen konnte. Für ein „sehr gut“ reichte es aber nicht, der Steigungswinkel der Rampe sei mit 17 Prozent um zwei Prozentpunkte höher als zulässig. Die Parkhäuser in Greifswald „Am Markt“, in Neubrandenburg „Marktplatz“ und Rostock „City“ erhielten ebenfalls ein „gut“.

Durchgefallen war dagegen das Parkhaus „Deutsche Med“ in Rostock. Es sei dunkel und unübersichtlich, habe keine sinnvolle Wegweisung, bauliche Mängel und Einbauten über der Fahrbahn, die unter die ausgewiesene Einfahrtshöhe reichten. Es habe die rote Laterne verdient, sagte Huijssen.

Der ADAC beklagte gestern auch die häufig fehlende Nutzerfreundlichkeit. So sei die Beleuchtung oft zu schwach, Parkbuchten zu eng oder teilweise völlig im Dunkeln.

Brandschutzeinrichtungen und die Ausschilderung von Fluchtwegen seien oftmals nicht auf Anhieb zu finden und würden im Ernstfall zur Gefahr. Zudem wurden verwinkelte Treppenhäuser und fehlende Sichtfenster in Türen reklamiert. Zudem verstärkten fehlende Videoanlagen oder nicht vorhandenes Sicherheitspersonal das Gefühl der Unsicherheit.

Moderne Kassenautomaten sollten auch bargeldlos funktionieren, sagte Huijssen. Hier zeigte sich, dass gerade bei den Parkhäusern in Mecklenburg-Vorpommern noch großer Nachholbedarf besteht.

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