Die Königstraße als Rennpiste

Die historische Altstadt soll allgemein zum Flanieren und die Königstraße vordergründig zu einem beschaulichen Bummel einladen. Hier gibt es Bäcker, Lokale und verschiedene Geschäfte. Doch nicht jeder Kunde fühlt sich als König

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21. Februar 2008, 07:17 Uhr

Boizenburg - Das beginnt bereits mit der Suche nach einem Parkplatz für das Auto, die schon zu einer nervigen Angelegenheit werden kann. Laut einem Beschluss der Stadtvertreter kann das Fahrzeug gebührenfrei hier bis zu einer Stunde stehen. Doch in diesem Bereich eine Lücke zu finden, ist ein schwieriges Unterfangen, weil es einige „schwarze Schafe“ fertig bringen, die Uhr auf ihrer Parkscheibe regelmäßig eine Stunde vorzustellen. Wird das Fahrzeug dabei auch noch bewegt (und sei es auch nur ein kleines Stück), hat die Politesse keine rechtliche Handhabe für Sanktionen ihrerseits, erklärten der Bürgermeister Harald Jäschke und Norbert Rumstig vom Ordnungsamt, als das Thema der „Dauerparker“ in der Königstraße auf der Einwohnerversammlung am Mittwoch-abend zur Sprache kam.

Die Runde im Rathaus war sich darin einig, dass solch ein Zustand alles andere als einladend für potentielle Kunden sei. Doch diesbezüglich würden wohl nur Appelle an die Vernunft der Betroffenen helfen. Sie sollten sich ein Beispiel an die Mehrheit nehmen, die längst den Hafen oder den Platz an der Ziegenwiese zum Abstellen ihrer Pkw nutzen.

Es gibt nicht nur Probleme im ruhenden Verkehr. So ärgern sich Anwohner üDietmar Kreißber jene, die vor allem bei Dunkelheit die Königstraße zu schnell und zu laut passieren. An die vorgeschriebenen 30 km/h scheint sich kaum noch einer zu halten, meinte ein Anwohner, der sich hier mehr Polizeipräsenz wünscht. Über dieses will Harald Jäschke, wie er sagte, noch einmal mit der Führung des Polizeireviers reden.

Neben den Rasern sorgen auch einige Busfahrer in diesem Bereich für Ärger. Wenn sie über das Kopfsteinpflaster rollen, klirren in meiner Schrankwand die Gläser, schimpfte ein Altstadt-Bewohner und fragte, ob das wirklich sein müsse. Nein, so antwortete Norbert Rumstig. Busfahrer können andere Straßen nutzen. Das sei eigentlich auch geklärt.
Die Runde im Rathaus war der Auftakt zu den Einwohnerversammlungen, zu denen Bürgermeister Harald Jäschke jetzt im neunten Jahr einlädt. Die Gespräche sind wertvoll, denn die Verwaltung erhält viele Hinweise für ein noch größeres Wohlfühlen in der Stadt. Eine Menge wurde bereits erledigt. Andere Ärgernisse wie etwa Hundehaufen und Vandalismus stehen dagegen alle Jahre immer wieder auf

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