Hintergrund : Die Jogginghose

svz.de von
12. November 2015, 12:00 Uhr

Zu ausgebeulter Sportkleidung im Alltag hat Modestar Karl Lagerfeld eine ganz klare Meinung: „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“, sagte er einmal.

Sein Kollege Jean Paul Gaultier sieht das anders – und half, den Schlabberlook salonfähig zu machen. Bei der Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion 2014/15 schickte er „Vampire im Luxus-Jogginganzug“ auf den Laufsteg.

Bereits 2009 hatten vier junge Männer aus Graz in Österreich den „Internationalen Jogginghosentag“ etabliert. Zum
21. Januar 2010 riefen sie erstmals dazu auf, dem vielerorts beliebten und bequemen Beinkleid globale Anerkennung zu verschaffen. Schon ein Jahr darauf seien dem Aufruf rund

600 000 begeisterte Jogginghosenträger in mehr als 50 Ländern gefolgt.

Die Geschichte des umstrittenen Kleidungsstücks begann in den 1970er-Jahren. Die damals überwiegend aus Nylon gefertigten, weit geschnittenen Sportanzüge sollten Sportler warmhalten.

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