Die großen Showmaster des deutschen Fernsehens

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14. Februar 2011, 10:57 Uhr

Große Showtreppe, Sketche mit anderen Stars und viel Musik und Tanz: Der Fernsehstar Peter Alexander (1926 bis 2011) reihte sich in die Riege der letzten Allrounder im deutschen Fernsehen ein, in die neben ihm noch Showmaster wie Peter Frankenfeld (1913 bis 1979), Harald Juhnke (1929 bis 2005) oder Rudi Carrell (1934 bis 2006) und Helga Hahnemann (1937 bis 1991) gehörten. Klischee über das Publikum ihrer Shows vor dem heimischen Bildschirm: Oma und Enkel lümmeln sich gemeinsam auf dem Sofa. Im ZDF moderierte „Peter, der Große“ von 1969 bis 1978 die Samstagabendshow „Peter Alexander präsentiert Spezialitäten“, die 1987 als „Die Peter Alexander Show“ wiederbelebt wurde.

Peter Frankenfeld war dafür bekannt, dass er nahezu alle Dialekte der deutschen Sprache perfekt imitieren konnte. Er war einer der beliebtesten deutschen Unterhaltungskünstler und zeichnete sich durch Schlagfertigkeit, Humor und Musikalität aus. Er gilt als Vater der deutschen Fernsehunterhaltung und wurde durch Sendungen in den 1950er und 60er-Jahren bekannt wie, „Eine nette Bescherung“, „Bitte recht freundlich“, „Toi, toi, toi“, „Heute Abend Peter Frankenfeld“ und 1975 „ Musik ist Trumpf“.

Harald Juhnke, der Allrounder mit 50jährigen Karriere, zählt als Schauspieler und Sänger zu den großen Entertainern der deutschen Film- und der Theaterbühne. Mit Shows und Filmen wie „Harald & Eddi“ oder „Der Hauptmann von Köpenick“ erspielte er sich ein begeistertes Millionen-Publikum. Seine Musik spiegelte den amerikanischen Swing der 1950er-Jahre wieder, wobei der elegante Künstler im Smoking mit Titeln wie „Barfuss oder Lackschuh“ große Erfolge feierte.

1965 lief die Rudi Carrell Show bei Radio Bremen zum ersten Mal im deutschen Fernsehen. Seither prägte und beeinflusste Rudi Carrell die deutsche Fernsehunterhaltung. 1974 wurde die Rudi Carrell Show durch die Sendung „Am laufenden Band“ (51 Ausgaben) ersetzt, bei der am Schluss der Gewinner diejenigen Gewinne mit nach Hause nehmen durfte, an die er sich noch erinnern konnte, nachdem sie auf einem Förderband an ihm vorbei transportiert worden waren. Die „verflixte Sieben“ und „Herzblatt“ trugen Carrell bis in die 1990er-Jahre.

Ab 1969 gehörte Helga Hahnemann fest dem Ensemble des Deutschen Fernsehfunks an. Ende der 1970er-Jahre entwickelte sie sich mit ihrer Berliner Art und Schnauze zur beliebtesten Entertainerin der DDR. Im Rundfunk moderierte sie ihre Sendung Helgas Top(p)-Musike beim Radiosender Berliner Rundfunk. Als Sängerin feierte sie Erfolge mit Schlagern wie„Wo ist mein Jeld bloß geblieben“, „Jetzt kommt dein Süßer“ und insbesondere „Een kleenet Menschenkind“. Nach ihr wurde der MDR-Publikumspreis „Goldene Henne“ benannt.

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