zur Navigation springen
Neue Artikel

23. November 2017 | 08:54 Uhr

Nachgefragt : „Die Grenzen sind ganz klar“

vom

svz.de von
erstellt am 26.Sep.2016 | 19:01 Uhr

Mit Christine Lüders, Antidiskriminierungsbeauftragte des Bundes, sprach Andreas Herholz.

Ist Sexismus ein besonderes Problem in der Politik oder nur Spiegel der Gesellschaft?
Lüders: Sexismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem. Jede zweite Arbeitnehmerin und jeder zweite Arbeitnehmer hat schon einmal sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlebt. Im Job und im Arbeitsumfeld ist das ein großes und ernstes Thema.

Wo genau liegen die Grenzen?
Die Grenzen sind ganz klar. Das beginnt nicht erst bei Grabschen oder Handgreiflichkeiten. Jede unerwünschte und die Würde verletzende Handlung mit sexuellem Bezug ist eine sexuelle Belästigung. Dazu gehören auch Anzüglichkeiten. Geduldet werden muss gar nichts. Das können anzügliche E-Mails oder Sprüche sein, Dinge, die Menschen belästigen.

Was sollten Betroffene tun?
Betroffene sollten im Falle einer Belästigung sofort und unmissverständlich klarstellen, dass sie dies nicht wünschen und es sich um eine Grenzüberschreitung handelt. Im Falle solcher Übergriffe sollte der Chef eingeschaltet werden. Er ist dazu verpflichtet, sich vor die Opfer zu stellen und zu handeln. Das kann bis zur Kündigung führen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen