Die Flammen kehrten zurück

Der Brand eines Dachstuhls verwüstete gestern ein ganzes Einfamilienhaus in der Robert-Beltz-Straße. Das Feuer brach am Morgen gegen 8 Uhr aus und entzündete sich gegen Mittag erneut. Nach den Löscharbeiten ist es jetzt auch das Untergeschoss unbewohnbar. Die gesamte Beltzstraße war den halben Freitag über gesperrt.

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22. Februar 2008, 06:29 Uhr

Schwerin - Gleich mehrfach mussten gestern die Löschzüge der Feuerwehr Richtung Beltzstraße ausrücken. Um 8.13 Uhr und zum zweiten Mal um 12.15 Uhr erreichte die Einsatzleitstelle die Meldung, dass dort ein Haus in Flammen steht. Am Morgen hatte der erwachsene Sohn der Familie, der das Haus gehört, den Brand im Obergeschoss bemerkt, die Feuerwehr verständigt und anschließend versucht, den Brand allein zu löschen. Nachbarn holten ihn schließlich aus dem Haus und er wurde mit einer Rauchgasvergiftung in die Klinik gebracht.

Doch als die Flammen schon bezwungen schienen, kam es noch schlimmer. Das Feuer brach wegen des starken Windes erneut aus, die Wehr rückte um 12.15 Uhr zum zweiten Mal aus. Der Dachstuhl brannte dabei vollständig aus und das Untergeschoss wurde durch die Löscharbeiten komplett unbewohnbar. „Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt“, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion, Ulrike Kastein. „Über die Brandursache gibt es zurzeit noch keine genaue Erkenntnis.“

Ein spektakulärer Unfall und ein brutaler Überfall hielten die Polizei am Donnerstag und Freitag außerdem in Atem. Gegen 12.45 Uhr stieß ein Pkw von der Lennéstraße kommend bei der Überquerung der Gleise mit einer Straßenbahn zusammen. Bei dem Unfall kam es glücklicherweise nur zu Sachschaden. Menschen wurden nicht verletzt.

Einen jugendlichen Räuber konnte die Polizei am Donnerstagabend auf dem Marienplatz stellen. Gemeinsam mit einem Unbekannten hatte er kurz vor 22 Uhr einen 27-jährigen Schweriner auf der Helenenstraße angeblich nach einer Zigarette gefragt. Als der Mann nicht reagierte – er hatte Kopfhörer von seinem MP3-Player im Ohr und hörte Musik – drückten ihn die beiden an die Wand und schlugen ihm mit der Faust ins Gesicht, so dass ihm die Oberlippe platzte. Geistesgegenwärtig lief der 27-Jährige nach dem Angriff in die Polizeistation am Marienplatz und konnte den Täter noch zeigen. Der Polizeibeamte stellte einen der Angreifer, einen 17-Jährigen aus Dargun, der auch Haschisch in seinen Hosentaschen hatte. „Die Hose habe er von einem Bekannten geliehen, sagte er aus“, so Bernd Knitter, Kriminaloberrat und Leiter der Schweriner Kripo. Er konnte gestern noch weitere Erfolge vermelden, alle unter dem Oberthema „klassische Straßenkriminalität“. „Die Beamten haben akribisch gearbeitet und konnten so Räuber schnell feststellen“, sagte Knitter. Das sei bei Straßenraub deshalb nicht so einfach, weil Alkohol oftmals auf beiden Seiten im Spiel ist – bei Tätern und Opfern. Auffällig war in den vergangenen Tagen außerdem, dass es brutale Angriffe wegen Kleinigkeiten gab. „Gerade jugendliche Täter neigen zu Aggressivität“, so Knitter. „Ihnen kommt es meistens auf die schnelle Mark an, da nehmen sie keine Rücksicht.“

In der Wittenberger Straße wurde am vergangenen Sonnabend gegen 18.55 Uhr ein junger Mann von einer Gruppe Jugendlicher nach Zigaretten befragt. Als er antwortete, dass er Nichtraucher sei, schlugen und traten die Täter auf das Opfer ein und durchsuchten ihn nach Wertsachen.

Mit vorgehaltener Pistole beraubten am Montag gegen 12.40 Uhr vier 17- und 18-Jährige einen jungen Mann, der unterwegs war von der Berufsschule zur Bushaltestelle. Sie forderten Zigaretten und 50 Euro Bargeld.

In beiden Fällen sind die Tatverdächtigen bereits ermittelt und müssen sich jetzt vor dem Staatsanwalt verantworten.

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