Splitter : Die Dorfkirche erhielt ein neues Prunkstück

Orgelbauer Klaus-Michael Schreiber beim Einbau der rekonstruierten Prospektpfeifen.
Orgelbauer Klaus-Michael Schreiber beim Einbau der rekonstruierten Prospektpfeifen.

svz.de von
30. November 2015, 13:56 Uhr

Der 29. Mai dieses Jahres war ein besonderer Tag für die Evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Carlow. Denn nach 98 Jahren erstrahlte die 1888 erbaute Orgel des Gotteshauses mit aufwendig rekonstruierten Prospektpfeifen in weit mehr als nur altem Glanz. Die Originale wurden im Jahr 1917 konfisziert, wegen des hohen Zinngehalts eingeschmolzen und in der Rüstungsindustrie zu Granatringen verarbeitet. Die größte der insgesamt 744 Pfeifen, die sowohl aus Zinn als auch Holz bestehen, beeindruckt übrigens mit einer Länge von 5,04 Metern. Die kleinste Orgelpfeife hingegen misst gerade einmal zwei Zentimeter.

Kulturkreis engagiert sich für Mitmenschen

Der Kulturkreis Carlow organisiert Jahr für Jahr ganz unterschiedliche Veranstaltungen für Kinder und Erwachsene in Carlow und Umgebung. Das können Konzerte sein, Rock genauso wie Klassik, Theateraufführungen von Gastbühnen oder die Entwicklung eigener Theaterstücke, Lesungen, Kinderfasching, Gourmet-Essen, Vorträge, Maskenbälle. Die Mitglieder des Kulturkreises sind eine bunt gemischte Gruppe aus Carlow und den umliegenden Dörfern.

Seit nunmehr sechs Jahren engagieren sich der Kulturkreis Carlow und die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde gemeinsam mit dem Verein „borderline-europe“ mit „Rock an der Kirche“ für Menschenrechte ohne Grenzen. „Carlow ist ein gutes Beispiel, ein Vorbild“, lobt Stefan Schmidt. Er ist Flüchtlingsbeauftragter im Nachbarland Schleswig-Holstein und ehemaliger Kapitän der „Cap Anamur“. Im Jahr 2004 rettete Stefan Schmidt 37 Menschen aus Seenot und musste dafür ins Gefängnis.

Die Aktiven unterwegs im Stover Mühlenteich.
Die Aktiven unterwegs im Stover Mühlenteich.
 

Sportler organisieren den Mühlentriathlon

Bereits zum dritten Mal fand in diesem Sommer der Mühlentriathlon statt. 50 Triathleten stürzten sich trotz Starkregens in die Fluten des Stover Mühlenteiches. Organisiert wird diese ganz besondere sportliche Veranstaltung vom Trisport Stove e.V.. „Es war wieder fantastisch. Wenn man am Ende sieht, mit welchem Ehrgeiz alle dabei sind und wie viel Spaß sie haben, dann hat sich der Aufwand wirklich gelohnt“, sagte Organisator Gerald Keller.

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