Splitter : Die Dachbodenbande und Sommerkunst

Manfred Bauditz (r.) mit Jürgen Schäfer aus Groß Brütz, ein Künstler der klassischen Moderne, der bei Sommerkunst 2014 in Wendorf ausstellte.
1 von 2
Manfred Bauditz (r.) mit Jürgen Schäfer aus Groß Brütz, ein Künstler der klassischen Moderne, der bei Sommerkunst 2014 in Wendorf ausstellte.

von
17. März 2016, 09:38 Uhr

Im einstigen Schnitterkaten in der Wendorfer Dorfstraße 25 gibt es das Kunstmuseum „Die Dachbodenbande – das andere Spielzeugmuseum“. Manfred Bauditz installierte ein Kunstwerk aus bis zu 200 Jahre altem Spielzeug und bewahrt damit Kindheitserinnerungen. Wo die Gegenstände die Chance hatten zu überleben, auf dem Dachboden, finden sie bei ihm wieder ihren Platz. So entstand ein ungewöhnliches Museum mit einem ungewöhnliche Namen. Zu Spielzeug, ob aus Holz oder Stoff, habe ein Kind die erste innige Beziehung. In der Rationalität, in der Schule angekommen, sei es von diesem Zauber befreit. Doch wer das Spielzeug nach langer Zeit zur Hand nehme, erlebe die schönsten Kindheitserinnerungen, nennt der Künstler seine Botschaft.

Die Dachbodenbande bekam in dem Kunstmuseum längst Gesellschaft. Und an einem August-Wochenende findet im urigen Garten zum vierten Mal Sommerkunst statt. Bauditz bastelt wieder an einem bunten Programm, das „von allem was bieten soll, nur keinen Krach“. Er hofft auf Puppenspieler Heinz Bömler, der schon fast Kult sei, im Vorjahr aber nicht konnte. Ein Musikerduo habe bereits zugesagt. Theater im Freien, eine Ausstellung einer holländischen Malerin soll es neben viel Musik ebenfalls geben.

Das Kunstmuseum habe noch keine festen Öffnungszeiten, sondern sei über Voranmeldung zu besuchen (0172-3293250), gern auch von Gruppen, wie im Vorjahr von Landleuten aus Niedersachsen, die einen ganzen Nachmittag bei ihm verbracht hätten.

Friederike Strothmann hat im Stall mit den Hochleistungskühen einen über Computer gesteuerten Melkroboter.
Friederike Strothmann hat im Stall mit den Hochleistungskühen einen über Computer gesteuerten Melkroboter.
 

Vier Landwirtschaftsbetriebe in Nachbarschaft

Die Gemeinde bekam kürzlich einen vierten Landwirtschaftsbetrieb dazu. Stefan Wille genannt Niebuhr aus Plate, der auch einen Schweinemastbetrieb in Liessow betreibt, kaufte und pachtete Ackerflächen, um Futter – Mais, Gerste, Triticale, Zwischenfrüchte – anzubauen sowie darauf die bei der Tierproduktion anfallende Gülle auszubringen.

Größter Betrieb ist die Agrargenossenschaft Gustävel mit 2035 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche, davon gut ein Viertel Grünland. Auf dem Ackerland wachsen ca. 550 ha Weizen, 200 ha Wintergerste, 230 ha Roggen, 325 ha Raps, 30 ha Zuckerrüben und 20 bis 30 ha Mais zur Versorgung der eigenen Tiere. Die Genossenschaft hält rund 500 Mutterkühe plus Zuchtbullen.

Gut Kuhlen bewirtschaftet 650 Hektar, davon 100 Hektar Grünland, versorgt die Tiere mit Gras, Mais und Weizen selbst. 150 Milchkühe und etwa ebenso viel weibliche Nachzucht für die Reproduktion des eigenen Bestandes sowie zum Verkauf, teils als abgekalbte Färsen, als Jungkühe. Werner und Friederike Strothmann haben 1993 mit einer Hälfte des einstigen volkseigenen Gutes (VEG) den Betrieb gegründet.

Gleich in der Nachbarschaft arbeitet Christian Nagel, der Landwirt gelernt und studiert hat, auf 650 Hektar Acker. Er übernahm den Betrieb 2008 von seinem Vater, der ihn nach der Wende mit der anderen Hälfte vom VEG neu aufgebaut hatte. Wobei Flächen von Kuhlen schon früher im Besitz der Familie gewesen sind. Die Fruchtfolge besteht aus einem Drittel Raps, rund 40 Prozent Weizen sowie Wintergerste und Roggen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen