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19. Oktober 2017 | 13:13 Uhr

Nord-Stream-2 : Die Acht-Milliarden-Euro-Röhre

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Russisch-europäisches Nord-Stream-2-Konsortium hofft auf Genehmigung für zweite Erdgas-Pipeline

Prestigeprojekt zum Russlandtag: Unbeeindruckt von den Spannungen zwischen Russland und der EU treibt das Nord-Stream-2-Konsortium seine Planungen für den Bau einer zweiten Erdgas-Pipeline durch die Ostsee voran. Die Trasse, die weitgehend parallel zur Nord-Stream-Pipeline verläuft, soll nach Planungen des Konsortiums Ende 2019 in Betrieb gehen. „Wir verfolgen einen ambitionierten Zeitplan“, sagte der Nord-Stream-2-Manager Reinhard Ontyd, der heute den Projektstand auf dem Russlandtag vorstellen will. „Das Risiko für die Genehmigung des Nord Stream-2-Projektes ist geringer als das Risiko bei der ersten Trasse.“ Mit dem Bau von Nord Stream 1 lägen nämlich Erfahrungen vor, an denen man sich in der Antragsphase orientieren könne. Das Konsortium, an dem Gazprom mit 50 Prozent und die westeuropäischen Energieunternehmen BASF/Wintershall, Engie, Uniper, OMV und Shell mit je zehn Prozent beteiligt sind, will Ende 2016 die Antragsunterlagen für die Genehmigung bei den nationalen Behörden der beteiligten fünf Länder einreichen. Die Kosten für den Bau des 1200 Kilometer langen Doppelstranges werden auf acht Milliarden Euro geschätzt.

Russland liefert als größter Einzelimporteur knapp die Hälfte der Gas-Importe der EU. Nord Stream 1 transportiert seit 2011 Erdgas des Staatsmonopolisten Gazprom vom russischen Wyborg durch die Ostsee ins deutsche Lubmin. Nord Stream 2 soll Planungen zufolge ebenfalls im Greifswalder Bodden anlanden.  

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