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18. August 2017 | 04:58 Uhr

Deutschlands beste Fuchskaninchen

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Wie können kleine, weiße Fellknäuel es schaffen, Perleberg bundesweit bekannt zu machen? Die Tiere von Züchter Reinhold Engelberg haben genau das geschafft: Sie wurden bei der Bundeskaninchenschau in Erfurt im Dezember zu den besten Deutschlands gekürt. Genauer gesagt war es eine Zuchtgruppe - die besteht immer aus vier Tieren - der Rasse Fuchskaninchen weiß, Blauauge. Das ist der erste Erfolg dieser Dimension in der inzwischen 100-jährigen Geschichte des Perleberger Zuchtvereins D 187. Insgesamt wurden in Erfurt über 25 000 Tiere gezeigt. "Wir haben zwar auch schon zu DDR-Zeiten Titel errungen, waren außerdem gerade bei der Landesschau in Paaren mit drei Meistertiteln erfolgreich - aber der Sieg auf Bundesebene ist schon eine andere Kategorie", verdeutlicht Vereinsvorsitzender Friedrich Schulz.

Für die Züchter geht es in solchen Wettbewerben stets nur um die Ehre, Preisgelder gibt es - auch für die Allerbesten - nicht, nur eine kleine sachliche Anerkennung. Aber, man mache sich einen Namen, könne seine Zuchttiere auch auf hochkarätigen Ausstellungen verkaufen. "Trotzdem muss ich immer zubuttern. Es ist und bleibt eben ein reines Hobby", sagt Reinhold Engelmann bescheiden - und fachsimpelt drei Sekunden später schon wieder mit seinem Zuchtfreund Friedrich Schulz. Die Perleberger schmieden bereits Pläne für 2012, möchten gern - gestärkt durch den Erfolg in Erfurt - Ende kommenden Jahres an der Europaschau für Rassekaninchen in Leipzig dabei sein.

Wie bei der Teilnahme an anderen Tierschauen werden sich die Perleberger wieder mit Zuchtfreunden aus Wittenberge und aus weiteren befreundeten Vereinen zusammentun. Die Kooperation laufe gut, sagt Friedrich Schulz. Überhaupt sei 2011 ein positives Jahr gewesen. Der D 187 beging sein 100-jähriges Bestehen, konnte die schon genannten Erfolge feiern, ist stolz auf das rege Vereinsleben, bei dem es nicht immer nur um die Tiere gehe, sondern auch um Geselligkeit, um das Pflegen sozialer Kontakte, wie Friedrich Schulz hervorhebt. 25 Mitglieder zählt der Verein derzeit. Man freut sich über jeden Züchter, der sich dazugesellt. Und natürlich über jeden Erfolg, der über die regionalen Grenzen hinaus geht. Dazu bedürfe es aber nicht nur guten, eigenen Zuchtmaterials, so Schulz. "Man muss auch einen gewissen Ehrgeiz entwickeln und sich einfach trauen."

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erstellt am 30.Dez.2011 | 11:44 Uhr

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