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17. August 2017 | 21:29 Uhr

Deutsches Kampfflugzeug abgestürzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Unglück mit Bundeswehr-Tornado passiert beim Landeanflug in der Eifel / Piloten retten sich mit Schleudersitz

Nach dem Absturz eines Bundeswehr-Tornados in der Eifel gibt es bislang keine Hinweise auf einen technischen Defekt. „Die Maschine war in der normalen Einflugschneise, die wir tagtäglich fliegen“, sagte der Commodore des Taktischen Luftwaffengeschwaders 33, Oberst Andreas Korb, gestern am Fliegerhorst Büchel. Das Kampfflugzeug war am Donnerstagabend beim Landeanflug abgestürzt. Die beiden Piloten konnten sich mit dem Schleudersitz retten. Einer von ihnen landete in einem Baum und zog sich leichte Verletzungen zu. Munition wäre bei dem Nachtübungsflug nicht an Bord gewesen. Der Absturz ereignete sich nur wenige Kilometer vom Fliegerhorst entfernt, auf dem 27 Tornados stationiert sind. Nach Vermutung von Experten lagern dort noch 10 bis 20 US-Atomsprengköpfe aus Zeiten des Kalten Krieges, für deren Einsatz im Ernstfall die Bundeswehr angeblich Kampfflieger bereithält.

Experten der Generalflugsicherheit aus Köln begannen gestern mit der Untersuchung der Unfallstelle. Der Flugschreiber, die sogenannte Blackbox, sei bereits gefunden. Der Tornado sei noch weitgehend in einem Stück, sagte ein Luftwaffensprecher. Rund um den Absturzort in einem unbewohnten Waldstück in der Nähe der A 48 wurde eine militärische Sperrzone eingerichtet. Nach dem Unglück war die A 48 zunächst zwischen Laubach und Kaisersesch wegen Trümmerteilen auf der Straße gesperrt worden.

In welcher Flughöhe die Soldaten sich aus dem Cockpit hinauskatapultierten, sei noch unbekannt, sagte der Luftwaffensprecher. „Sie sind so getrimmt, dass sie, wenn es Probleme mit dem Flugzeug gibt, in einer Art Reflex den Schleudersitz auslösen.“

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erstellt am 18.Jan.2014 | 00:35 Uhr

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