Jones, Marin und Schneider kommen - Auftritt in Berlin : "Der Trainer Frings würde den Spieler Frings aufstellen"

Abschluss-PK im Tessin. Zwei Tage vor dem Finale zog Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ein erstes Fazit des Aufenthalts in Tenero, Torsten Frings gab "grünes Licht" bezüglich seiner Rippe: "Als Trainer Frings würde ich den Spieler Frings aufstellen!" Abwehrmann Christoph Metzelder war als Profi von Real Madrid und somit Spanien-Kenner natürlich ebenfalls ein gefragter Gesprächspartner.

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28. Juni 2008, 06:58 Uhr

"Der Trainer Frings würde den Spieler Frings aufstellen"Jones, Marin und Schneider kommen - Auftritt in BerlinAbschluss-PK im Tessin. Zwei Tage vor dem Finale zog Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ein erstes Fazit des Aufenthalts in Tenero, Torsten Frings gab "grünes Licht" bezüglich seiner Rippe: "Als Trainer Frings würde ich den Spieler Frings aufstellen!" Abwehrmann Christoph Metzelder war als Profi von Real Madrid und somit Spanien-Kenner natürlich ebenfalls ein gefragter Gesprächspartner.Abschluss-PK im Tessin. Zwei Tage vor dem Finale zog Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff ein erstes Fazit des Aufenthalts in Tenero, Torsten Frings gab "grünes Licht" bezüglich seiner Rippe: "Als Trainer Frings würde ich den Spieler Frings aufstellen!" Abwehrmann Christoph Metzelder war als Profi von Real Madrid und somit Spanien-Kenner natürlich ebenfalls ein gefragter Gesprächspartner.
Frings oder Rolfes - die am häufigsten gestellte Personalfrage zwischen Halbfinale und Endspiel. Der Bremer selbst gab am Freitag im Mediencenter eine klare Ansage ab: "Es geht richtig gut, die kleinen Zweifel, die vor dem Türkei-Spiel bestanden, sind beseitigt. Ich habe das Spiel gut überstanden und bin richtig heiß. Als Trainer Frings würde ich den Spieler Frings diesmal aufstellen!"Der Bundestrainer habe zwar noch nicht mit Frings gesprochen, doch "ich denke, dass ich im Finale spielen werde", so Frings vor dem Abflug nach Wien. Sein Rezept für das Spanien-Spiel: Aggressiv als Team draufgehen! Die Spanier nicht ins Spiel kommen lassen! Mit einer Spezialaufgabe rechnet Frings dabei nicht. Fair Play der Spanier ihm gegenüber erwarte er zwar, findet dieses Thema jedoch nicht so wichtig, nachdem er weitgehend schmerzfrei sei.

"Metzes" Bart kommt abFrings Teamkollege Christoph Metzelder steht in seinem zweiten großen Finale nach Yokohama 2002, als die DFB-Auswahl unter Rudi Völler mit 0:2 gegen Brasilien unterlag. Der Abwehrspieler von Real Madrid ist stolz darauf, nach seiner Fußoperation am 13. Februar zunächst auf den EM-Zug aufgesprungen zu sein und sich im Turnierverlauf gesteigert zu haben. Kritik an seinen Leistungen blende er weitgehend aus. Selbstkritik und die Ratschläge des Trainerteams seien entscheidend.In Wien werde die deutsche Mannschaft "voll konzentriert sein". Dabei komme es vor allem darauf an, gegen die Spanier die Mitte zu schließen. "Sie haben keine echten Außenstürmer", so "Metze", der sich in der leichten Außenseiterrolle sichtlich wohl fühlt. "Ich weiß, dass die Spanier großen Respekt haben", so der Ex-Dortmunder, der seinen markanten Bart "in jedem Fall" nach Turnierende entfernen werde.Vor den beiden Spielern hatte zunächst Teammanager Oliver Bierhoff das Wort ergriffen und sich bei den Gastgebern im Tessin bedankt. Alles sei perfekt verlaufen. Der EM-Held von 1996 gab ein konkretes Beispiel: "Vom Stadion in Basel bis zum Hotel hier in Tenero haben wir zwei Stunden und 15 Minuten gebraucht. Da hat alles funktioniert."Der Dank an die Fans werde zunächst am Montag in Berlin zum Ausdruck gebracht, wenn die Mannschaft auf der Fanmeile ihren großen Auftritt hat. Planmäßig ab 14.30 Uhr soll der DFB-Tross an der Stelle auftreten, an der es vor zwei Jahren schon eine große Party nach WM-Platz drei gab. "Das ist fast schon unser Zuhause", so Bierhoff. Und Frings fügte später hinzu: "Wir haben sehr gute Erfahrungen mit Berlin gemacht. Nur diesmal wollen wir auch etwas in die Höhe halten, nicht nur T-Shirts mit der Aufschrift Danke zeigen."Für die Zeit nach der EURO kündigte Bierhoff einen Tag der offenen Tür mit öffentlichem Training an.

Bierhoff: "Mannschaft ist der Gewinner"Nach Wien werden zunächst einmal die verletzten bzw. aussortierten Nationalspieler Bernd Schneider, Marko Marin und Jermaine Jones kommen. Der angeschlagene Leverkusener Patrick Helmes muss seine Blessur in der Heimat pflegen.Auch hier wird der Teamgedanke groß geschrieben, wie für Bierhoff insgesamt die "Mannschaft der große Gewinner" der letzten Jahre war. Confed-Cup-Dritter, WM-Dritter und nun EM-Finalist. Die Bilanz unter Jürgen Klinsmann und Joachim Löw kann sich sehen lassen.Nun "dürfen die Spieler nicht verkrampfen", findet Bierhoff, der die Rolle als Außenseiter bei den Buchmachern sympathisch findet. "Für uns ist das kein Problem", so der Schütze des Golden Goals vor zwölf Jahren. Vielmehr müsse die deutsche Mannschaft darauf achten, die spielstarken Iberer in Schach zu halten. "Eng drauf und doppeln", so Bierhoffs Rezept. "Vielleicht hilfts, dass die Spanier gegen Russland klar gewonnen haben." Die enttäuschenden, wenngleich erfolgreichen, Leistungen gegen Österreich und die Türkei hätten sicherlich auch mit der klaren Favoritenrolle und dem damit verbundenen großen Druck zu tun gehabt.Unabhängig vom Ausgang herrscht auch bei Oliver Bierhoff eine "hohe innere Zufriedenheit" vor. Der DFB-Funktionär betonte jedoch, seine Arbeit nicht zu leisten, "um es den Kritikern zu zeigen".

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