Splitter : Der Scheunendrescher ist zu einer festen Größe geworden

Über „Die Kunst, gut zu regieren“ diskutierte Jürgen Seidel mit Journalistin Maria Willer, Björn Engholm, Schwerins OB Angelika Gramkow, und Stralendorfs Bürgermeister Helmut Richter (v.r.).
Über „Die Kunst, gut zu regieren“ diskutierte Jürgen Seidel mit Journalistin Maria Willer, Björn Engholm, Schwerins OB Angelika Gramkow, und Stralendorfs Bürgermeister Helmut Richter (v.r.).

von
04. Januar 2016, 11:22 Uhr

Die Diskussionsrunden sind in Stralendorf und weit über die Gemeindegrenzen mittlerweile zu einer festen Größe geworden: Die Rede ist vom Scheunendrescher. 2009 wurde die Talkrunde vom Dorfverein und der Gemeinde ins Leben gerufen. Lange haben Talkmaster Jürgen Seidel und seine Mitstreiter nach einem passenden Namen gesucht. „Es sollte ja auch nichts Belangloses werden. Und da die Runde in der Scheune stattfindet, kam uns die Idee mit dem Drescher“, erinnert sich Seidel. Und seitdem füllt sich viermal im Jahr die Scheune in der Dorfmitte mit reichlich Publikum, wenn zum Scheunendrescher eingeladen wird. Oft sind drei Diskussionsgäste zu einem Thema eingeladen, die sich den Fragen von Jürgen Seidel stellen. „Meistens kommen die Gäste auch ganz schnell untereinander ins Gespräch“, wirft Seidel ein, der bereits Prominente wie Björn Engholm, Ute Freudenberg, Wolfgang Ziegler, Siegmund Jähn oder Veronika Fischer interviewte. Auch kulinarische Genüsse und Musik gehören zum Scheunendrescher. Der nächste ist für den letzten Freitag im März geplant. In der Scheune finden auch Ausstellungen statt.

Gemeinde schmückt sich mit Wappen

Seit April 2009 hat die Gemeinde Stralendorf ihr eigenes Wappen. Es wurde von dem Schweriner Heraldiker Heinz Kippnick gestaltet und unter der Nummer 321 in der Wappenrolle des Landes Mecklenburg-Vorpommern eingetragen. Es ist geteilt: links in Gold mit drei roten, schräg liegenden Pfeilen und rechts in Rot mit einem goldenen Jagdhorn und einer goldenen Rapsblüte. Die Pfeile weisen als Strahlen auf den Gemeindenamen hin und das Horn auf die Hubertusjagden.

Das Wappen.
Das Wappen.

Letzte Ruhestätte der Familie Schack

Im Nordwesten des Stralendorfer Friedhofs steht ein neugotisches Mausoleum: die Ruhestätte der Grafen von Schack. 1756 wurde an die spätmittelalterliche Kirche eine Grabkapelle für die Patronatsfamilie angebaut. Adolf Friedrich von Schack (1815-1894) ließ dann als Besitzer der Güter Zülow, Brüsewitz und Raden 1878 eine neue Kapelle erbauen. Der in Schwerin geborene Literaturhistoriker und Kunstmäzen war für seine Liebe zu den Ländern am Mittelmeer bekannt. Daher ähnelt die Grabkapelle auch dortigen Sakral- und Palastbauten. Jüngst feierten die Stralendorfer ihren Graf Schack zu dessen 200. Geburtstag und erinnerten an sein Lebenswerk.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen