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Ortsbeiratsvorsitzender : „Der Brink liegt mir sehr am Herzen“

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Aus der Redaktion der Norddeutschen Neuesten Nachrichten

Fragen an Lichtenhagens Ortsbeiratsvorsitzenden Ralf Mucha

svz.de von
erstellt am 03.Dez.2015 | 13:32 Uhr

Seit wann sind Sie im Stadtteil zu Hause?
Mucha: Ich bin kurz vor der Wende 1989 hierher gezogen.

Welche Besonderheiten zeichnen Lichtenhagen aus, die andere Stadtteile nicht haben?
In erster Linie hat Lichtenhagen mit seinem Brink und den Brunnen etwas Außergewöhnliches. Ansonsten liegt der Stadtteil dicht an der Ostsee und ist fast zu 100 Prozent saniert. Wir haben viele verkehrsberuhigte Zonen, beispielsweise sind die Innenhöfe komplett autofrei.

Haben Sie einen persönlichen Lieblingsort?
Der Brink liegt mir schon sehr am Herzen, dies ist einer der schönsten Orte hier. Wenn ich Ruhe brauche, ziehe ich mich in meinen Garten zurück, der am Ende von Lütten Klein in Richtung Lichtenhagen liegt. Dort habe ich einen Ruhepunkt. Auch Spaziergänge mit dem Hund im Grünen mache ich gern.

Die Sanierung des Lichtenhäger Brinks hat begonnen. Wie geht es dort weiter und welche weiteren Projekte stehen an?
Das Projekt hat lange gedauert, wurde aber mit einer breiten Beteiligung umgesetzt. Die ersten der drei Bauabschnitte sind fast fertig. Wir hoffen, dass der Brink dann wieder zu dem erwächst, was er früher einmal war, auch wenn wir ihn leider nicht mehr mit Händlern oder Gastronomen beleben können wie einst. Ein großes Thema ist weiterhin die Befriedung des Elmenhorster Wegs. Durch die Verlängerung der Warnowallee soll zur Verkehrsberuhigung beigetragen werden. Sobald der Rostocker Haushalt für 2015/16 genehmigt ist, wollen wir mit der Planung beginnen und hoffen, dass 2017/18 Förder- und Stadtmittel eingestellt werden.

Welche Probleme gibt es, die der Ortsbeirat in Zukunft anpacken möchte?
Etliche Straßen und Gehwege müssen saniert, zwei, drei Bänke zudem umgestellt werden. Ein großer Wunsch der Einwohner ist außerdem eine öffentliche Toilette, die im Ortsteil einfach fehlt. Die Leerstände an den Eckbauten würden wir außerdem gern in Angriff nehmen wollen, da sich die betreffenden Gebäude in Privathand befinden, gestaltet sich dies jedoch als schwierig.

Gibt es ausreichend Parkplätze im Stadtteil?
Das Parken ist in der Tat ein Problem, da wir durch den Zuzug immer mehr Fahrzeuge in Lichtenhagen haben. Es gibt Parkplätze, diese befinden sich jedoch nicht immer genau vor der Haustür. Viele parken daher in den Kurven oder an ungünstigen Stellen, was durchaus gefährlich ist.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Schön wäre es, wenn wir mit der Sanierung des Brinks auch unser Stadtteilfest wieder aufleben lassen könnten. Zuzüge junger Familien und weniger Leerstand bei den Gewerbeflächen wären ebenfalls schön. Ein großer Wunsch ist zudem die gute und freundliche Aufnahme und Integration von Flüchtlingen in Lichtenhagen, damit sich die Bilder vor dem Sonnenblumenhaus nicht wiederholen. Ein weiteres Lichtenhagen 1992 wird es allerdings nicht geben, da bin ich mir wirklich absolut sicher.

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