Fußball-Wissen Teil 2 : Der Ball ist bunt...

Mit Fußball verhält es sich im Prinzip wie mit dem täglichen Sonnenaufgang: Man glaubt ihn in- und auswendig zu kennen, nur weil man ein paar Mal dabei war. Entweder am Spielfeldrand, auf dem Sofa vor der Sportschau, der Radiokonferenz oder an der Seite von jemandem, dem das alles lebenswichtig ist. Ein Irrtum. Deshalb hier die „Große 11“ des Fußball-Wissens für eigentlich Ahnungslose.

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12. Juni 2016, 09:00 Uhr

11 Sätze, die man besser nicht während eines Spiels sagt

1.) Warum bekommt nicht jeder einen Ball? Dann brauchen die sich doch nicht mehr zu streiten....
2.) Doppelpass? Wozu braucht der zwei Staatsbürgerschaften?
3.) Ich finde ja, der Bessere sollte gewinnen....
4.) Warum spielen eigentlich keine Frauen mit?
5.) Wieso „Raumdeckung“? Die spielen doch draußen...
6.) Die Shirts sind echt süß. Meinst du, das würde mir auch stehen?
7.) Was soll ich zur Fußballübertragung anziehen?
8.) Die Hauptsache ist doch, es macht Spaß!
9.) Dass Männer immer so brutal sein müssen!
10.) Was ist eigentlich, wenn der Tormann mal aufs Klo muss?
11.) Welche sind nochmal unsere?
 

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Die 11 spannendsten Forschungsergebnisse rund um das Runde

Fußball und Wissenschaft? Warum nicht gleich den Physiknobelpreisträger Takaaki Kajita mit Daniela Katzenberger zusammenbringen? Falsch gedacht – man kann durchaus auch beim und mit Fußball ein ganzes Stück klüger werden: 

1. ) Fußball lässt die Säfte steigen.

Eine Studie hat nachgewiesen, dass der männliche Testosteronspiegel bei einem Sieg seiner Mannschaft in erfreuliche Höhen schießt und entsprechend das Begehren wächst. Nicht etwa nach Manuel Neuer, sondern nach Sex.

2.) Nur keine Hektik.

Besonders nicht beim Elfmeterschießen. Denn Spieler, die sich zwischen Schiedsrichterpfiff und Elfmeterschuss mindestens eine Sekunde Konzentration gönnen, treffen zu 80 Prozent. Bei 200 Millisekunden oder weniger geschieht das nur zu 58 Prozent, so der Sportpsychologe Geir Jordet in seiner Studie „Temporal links to performing under pressure in international soccer penalty shootouts“.

3.) Fußball ist lebensgefährlich

Wie bei der Europameisterschaft 1996, als die holländische Nationalmannschaft im Viertelfinale im Elfmeterschießen 5:4 von Frankreich geschlagen wurde. Wissenschaftler fanden heraus, dass dieser Krimi die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle allein in den Niederlanden um 50 Prozent ansteigen ließ und 14 Männer mehr starben als an gewöhnlichen Tagen.

4.) Torhüter sind nicht nur wegen ihres Outfits Ausnahmeerscheinungen.

Laut einer britischen Studie haben sie auch die wenigsten Geschwister: 1,1 im Durchschnitt. Stürmer haben schon 2,2 Geschwister und Mittelfeldspieler 2,4.

5.) Je größer ein Spieler, desto eher wird er bestraft

Das haben Niels van Quaquebeke und Steffen Giessner von der Rotterdam School of Management herausgefunden. Für ihre neue Studie, die sie im „Journal of Sport & Exercise Psychology“ vorstellten, haben die Forscher über einen Untersuchungszeitraum von sieben Jahren alle Fouls in drei großen Fußballwettbewerben ausgewertet. Ihre Interpretation der Ergebnisse: Schiedsrichter unterstellen größeren Spielern bei unklaren Situationen eher ein Foulspiel als kleineren.

6.) Fußballer sollten am besten in rosa oder roten oder grünen Trikots antreten.

Schiris mögen nämlich kein Schwarz, so das Ergebnis einer Studie der Psychologen Mark G. Frank und Thomas Gilovich von der Cornell University. Sie hatten dafür Versuchsteilnehmern weiße und schwarze Uniformen gezeigt und dabei festgestellt, dass die schwarze Uniform als gemeiner und aggressiver wahrgenommen wurde. Dann werteten sie sportliche Ereignisse aus 15 Jahren aus, mit dem Ergebnis, dass Teams in schwarzen Trikots häufiger bestraft wurden als Teams in anderer Farbe.

7.) Beim Fußball ist die Männerwelt noch in Ordnung.

Denn da lautet die Devise: Wer schreit, hat recht. So könnte man den so genannten Crowd-Noise-Effekt beschreiben. Er bezeichnet das Phänomen, dass Schiedsrichter dazu neigen, in unklaren Situationen ein vermeintliches Foul eher und schwerwiegender zu ahnden, je mehr Lärm darum im Stadion gemacht wird. Klarer Vorteil für die Heimmannschaft.

8.) Nein, es stimmt nicht, dass immer die mit dem meisten Geld gewinnen.

Beim Fußball hat der Zufall auch ein Herz für die Kleinen. Das hat Eli Ben-Naim vom Los Alamos National Laboratory ausgerechnet. Demnach siegen oft die vorher vermeintlich Unterlegenen, nämlich zu 45 Prozent. Zum Vergleich: Beim Basketball sind es 36, beim Eishockey 41 Prozent.

9.) Der Zufall wird Torschützenkönig

Eines steht jetzt schon fest – auch bei der EM 2016 wird wieder ganz sicher einer Torschützenkönig: Der Zufall. Denn er ist verantwortlich für fast die Hälfte aller Treffer, so der Sportwissenschaftler Martin Lames. Das heißt, der Ball wurde abgefälscht; ging von Pfosten oder Latte ins Netz oder die Abwehr half unfreiwillig mit, indem sie den Ball an die Angreifer verlor oder selbst ins Tor schob.

10.) Dumm kickt gut? Kopfbälle vermeiden!

Nein, soweit geht es nicht, dass dumm generell gut kickt, wie der Volksmund behauptet. Allerdings sollte man allzu viele Kopfbälle meiden, wie Forscher an einer Universität in Kalifornien herausgefunden haben wollen. Kopfballstarke Fußballer tun sich demnach im späteren Leben mit dem Denken ein wenig schwer. Auch das Reaktionsvermögen leide unter den Belastungen für den Schädel.

11.) Sex und Fußball

„Mein Erfolgsrezept ist Passiv-Sex zwei Stunden vor dem Spiel,“ soll Christiano Ronaldo einmal gesagt haben. Er könnte durchaus auch auf „aktiv“ umstellen. Denn entgegen der weit verbreiteten Ansicht, dass Sex kurz vor dem Spiel die dafür dringend nötigen Kräfte verbrauche, bräuchten sich unsere Jungs da laut italienischer Forscher nichts zu verkneifen. Das bisschen Liebe sorge schließlich dafür, dass die Gedanken des Kickers schließlich ganz bei dem Ball und eben nicht bei Mandy oder Jessica sind.

 

Die 11 berühmtesten Kickerbräute

Spielerfrauen müssen weit mehr über sich ergehen lassen, als Wochenenden in den Stadien der Republik auf der VIP-Tribüne – der so genannten „Hühnerstange“. Für die Fans ist jede einzelne von ihnen die Yoko Ono des Fußballs: Der größte Störfaktor in einer friedlichen Männergemeinschaft. Natürlich hat sich auch Harald Schmidt dieses dankbaren Sujets angenommen: „Das populärste Kostüm an Weiberfassnacht war das Kostüm Spielerfrau. Ganz einfach – sie brauchen ein Ray-Ban-Imitat, eine blonde Langhaarperücke, acht Stunden Sonnenbank, ein MCM-Täschchen, diagonal rumgehängt, und einfach mit jedem Mann mitgehen! Die Lieblingsberufe der Männer sind: Arzt, Rechtsanwalt und Hochschullehrer. Die Lieblingsberufe der Frauen sind: Frau Stich, Frau Becker, Frau Klinsmann und Frau Matthäus.“

1.) Victoria Beckham:

Die Queen of WAGs – also die Königin aller „Wives And Girlfriends“ an der Seite berühmter Fußballer. Und nicht nur wegen des maximalen Glamour-Faktors von Ehemann David. Das Ex-Spicegirl und vierfache Mutter hat sich längst eine eigene Weltkarriere als High-Fashion-Designerin aufgebaut und wurde unter anderem vom Wirtschaftsmagazin „Management Today“ zur wichtigsten Unternehmerin Englands gekürt.

2.) Shakira:

Der kolumbianische Superstar könnte ihren Partner und Vater ihrer beiden Söhne – den katalanischen Fußballer Gerdard Piqué – in Sachen Popularität und Vermögen vermutlich locker an die Wand spielen.

3.) Itala Walter:

Fritz Walters Frau gilt als „Urmutter aller Spielerfrauen“ (taz). Sie ging als Beraterin ihres Mannes in die Geschichte ein. Ihr Selbstbewusstsein war nicht nur Trainer Sepp Herberger suspekt. Auch die Fans fürchteten, sie könnte das Idol vom Fußball oder wenigstens von Deutschland wegbringen. Dabei sagte Fritz Walter schon damals „Die Frau macht den Mann!“ und also auch den Fußballer.

4.) Angela Häßler:

Heute Fischer, war vermutlich die Unbeliebteste unter den Weltmeister-Spielerfrauen von 1990. Die gelernte Kosmetikerin und Mutter der drei gemeinsamen Kinder wurde in den Medien schon mal als „Biest“ bezeichnet. „Gierig“ nannte sie die „Bild“, als sie für den scheuen Spieler an ihrer Seite bei Juventus Turin den ersten Millionen-Vertrag aushandelte. Das Paar trennte sich 1999 und ließ sich 2001 scheiden.

5.) Gaby Schuster:

Sie war die erste Frau, die Verträge für ihren Bernd aushandelte. Sie brachte den damals gerade 19-jährigen 1980 beim spanischen Spitzenklub FC Barcelona unter. Als er sechs Jahre später unter Teamchef Franz Beckenbauer an der WM 1986 in Mexiko teilnehmen sollte, forderte Gaby vom DFB eine Million Mark für dessen Dienste fürs Vaterland. 300  000 Mark hätte der Verband tatsächlich bezahlt – für die Schusters keine Verhandlungsbasis. So spielte ihr Mann nie bei einer WM. Das Paar hatte eben Prioritäten – und die lagen nicht nur beim Geld: Als Gaby kurz vor der Niederkunft ihres dritten Kindes stand, reiste Bernd Schuster vor einem Länderspiel gegen Albanien kurzerhand aus dem Trainingslager ab und zu ihr.

6.) Bianca Illgner:

Die Gattin des Weltmeistertorwarts von 1990 galt unter den Vereinsmanagern der Bundesliga wegen ihres Verhandlungsgeschicks als mindestens so gefürchtet wie Angela Häßler. So diskutierte sie einst stundenlang mit den Machern von Real Madrid, bis Bodo seinen Illgner unter den Vertrag setzte. 2001 zogen sich „die deutschen Beckhams“ in ihr spanisches Domizil zurück und veröffentlichten einen Roman, in dem Ähnlichkeiten zwischen den beiden Autoren und ihren Protagonisten unbedingt zufällig sein sollen. Auch die dort beschriebenen Spielerfrauen, „hohl, aber dafür bis in die Haarspitzen gestylt“, entspringen vermutlich ganz und gar der Fantasie der frischgebackenen Schriftsteller.

7.) Claudia Effenberg:

Die Ex von Thomas Strunz – bekannt als „Struuuuuuuunz“ in der Wutrede Giovanni Trapattonis – und On-Off-Frau von Stefan Effenberg hat sich mittlerweile von der klassischen Spielerfrauen-Position „Anhängsel“ emanzipiert und sich wie Barbara Becker einen Status als „prominent fürs Prominentsein“ erobert mit den dafür typischen Aktivitäten: Promi Big Brother, Dirndl-Design, Autobiographie („Eigentlich bin ich ja ganz nett“).

8.) Lisa Müller:

Die Frau von Thomas Müller ist eine erfolgreiche Dressur- und Springreiterin, die für ein Reitturnier auch schon mal die Position „Frau auf der Tribüne“ unbesetzt lässt. Als sie wegen eines solchen Wettkampfes 2014 der Weltmeisterschaft in Brasilien fernblieb, antwortete ihr Mann auf die Frage, warum seine Frau nicht dabei sei, damals: „Sie ist ja keine Handtasche!“

9.) Samira Samii:

Die Deutschperserin war schon keine klassische Spielerfrau, als sie noch mit dem Bundesligastar Mehdi Mahdavikia verheiratet war. Sie stammt aus dem persischen Hochadel, wuchs unter anderem in Südfrankreich und Kanada auf und war im Jet-Set groß geworden. Sie hatte ein Studium in International Tourism Management mit den Schwerpunkten Marketing und Industrie mit Auszeichnung abgeschlossen und hat einen MBA-Abschluss in Sport-Management an einer der renomiertesten Universitäten in Kanada/ Western. Heute ist sie die einzige Sportmanagerin und Spielerberaterin in der Bundesrepublik.

10.) Sara Carbonero:

Mit ihr kann man mal eben alles durchsprechen, was in zwei Mal 45 Minuten auf dem Platz passiert. Die spanische Sportjournalistin hatte schon längst Karriere gemacht, ehe sie vor sechs Jahren Iker Casillas begegnete. Mittlerweile erwartet das Paar sein zweites Kind.

11.) Ulrike Mertesacker:

Geborene Stange, ist wie ihr Mann eine erfolgreiche Sportlerin. Die Handballerin spielte für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft und hat nach einer Karriere beim Bundesligisten HC Leipzig und beim VfL Oldenburg ihren Mann nach London begleitet, wo sie beim dortigen Thames Handball Club spielt.

 
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