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23. August 2017 | 12:12 Uhr

Splitter : Den Steinen auf der Spur

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Garten in Raben Steinfeld stellt 138 ausgewählte Findlinge der Region vor

„Das ist der Digerberg-Konglomerat, ein wahrlich schöner Stein“, sagt Hans-Dieter Krienke und zeigt auf den Findling. Ein Kollege habe den Konglomerat – das sind Sedimentgesteine aus gerundeten und miteinander verkitteten Gesteinsbruchstücken – beim Bau der Autobahn gefunden. Jetzt liegt er im Findlingsgarten von Raben Steinfeld und ist – zumindest bei Kennern – die Attraktion auf dem Areal.

Insgesamt werden auf dem Hügel im Oberdorf 138 Findlinge präsentiert – seit sieben Jahren. Denn der Garten ist als Außenstandort der Bundesgartenschau angelegt worden. Initiator war Diplom-Geologe Hans-Dieter Krienke. Das Dorf ist reich an Steinen, daher hieß es früher auch nur Steinfeld. Krienke hatte die Gemeindevertretung überzeugt, hier in der Endmoränenlandschaft einen solchen Garten anzulegen. Der Zeitpunkt war günstig, weil beim Bau der Autobahn viele Steine ans Tageslicht befördert wurden. Insgesamt habe es aber sieben Jahre gebraucht, bis der Garten tatsächlich fertig war. Krienke: „Steine gibt es viele, hierfür sollten es aber schon besondere sein.“ Sein Anliegen war es, einige der besonderen Steine zu retten. Gewaltige Gletscher brachten sie aus den Gebirgen Skandinaviens und aus dem Gebiet der heutigen Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern. Sie sind Zeugen der Weichsel-Eiszeit, die unsere Landschaft vor 20 000 Jahren geformt haben.

Zehn Sediment-Gesteine (Geotope) stehen unter Naturschutz, weil sie ein Konglomerat von über einem Meter Größe darstellen. Das ist sehr selten, betont der Geologe. Der Findlingsgarten in Raben Steinfeld zählt neben dem in Pudagla (Usedom) und in Schwichtenberg (Friedland) zu den drei wichtigsten im MV. 30 gibt es im Land insgesamt.

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