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20. Oktober 2017 | 05:30 Uhr

„Den Plänen des Bundes fehlt es an Mut“

vom

svz.de von
erstellt am 12.Okt.2012 | 11:40 Uhr

„Den Plänen des Bundes fehlt es an Mut“ Mit Mecklenburg-Vorpommerns Energieminister
Volker Schlotmann (SPD) sprach Torsten Roth.


Bundesumweltminister Altmaier will den Ausbau von Wind- und Biogasanlagen begrenzen. Also keine neuen Windräder mehr in MV?
Schlotmann: Ich halte weiterhin an unserem Ziel fest, Strom aus erneuerbaren Energien sogar zu exportieren. Dazu werden wir die erneuerbaren Energien mit Nachdruck ausbauen. Unser Land hat mit der Energiewende eine einmalige, historische Chance, Wertschöpfung im ländlichen Raum und gleichzeitig Industriearbeitsplätze zu schaffen. Einer geplanten Begrenzung des Ausbaus werde ich daher nicht zustimmen.


Der Bund drückt auf die Bremse und koppelt das Ausbautempo an den Ausbau der Netze. Der richtige Weg?
Den Plänen des Bundes fehlt es eindeutig an Mut. Die Haltung der Bundesregierung ist viel zu defensiv. Wir müssen sowohl den Netzausbau als auch den Ausbau der erneuerbaren Energien beschleunigen.

Sind die Jobs in der Windenergiebranche an der Küste in Gefahr?
Ich sehe tatsächlich die Gefahr, dass wir Industriearbeitsplätze verlieren, wenn es zu einer Deckelung der Windenergie kommt. Wer so die Energiewende in Mecklenburg-Vorpommern bremst, der verspielt die Chancen unseres Landes bei der Wirtschaftskraft zu anderen Bundesländern aufzuschließen.


Mecklenburg-Vorpommern will sich bis 2020 aus Wind-, Sonnen- und Bioenergie versorgen. Ist der Termin nun noch zu halten?
Wir können dieses Ziel sogar früher erreichen, wenn der Bund die richtigen Rahmenbedingungen setzt. Noch reden wir nur über Vorschläge, daher fordert die Frage zum Spekulieren auf. Das werde ich aber nicht tun.

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