zur Navigation springen
Neue Artikel

20. September 2017 | 09:28 Uhr

Deiche durchgeweicht

vom

svz.de von
erstellt am 12.Jun.2013 | 10:25 Uhr

ludwigslust | Der Pegelstand der Elbe fällt im Dömitzer Bereich bereits, in der Region Boizenburg ist er zumindest stabil mit fallender Tendenz. Diese Einschätzung traf Landrat Rolf Christian sen nach der Sitzung des Krisenstabes am Mittwochnachmittag in der Ludwigsluster Dienststelle der Kreisverwaltung. Probleme bereitet nach seinen Worten der anhaltend hohe Druck auf die Deiche. "Man sieht es beim Überflug ganz deutlich: Überall kommen Sickerwasser- und Qualmwasserstellen durch.", schildert der Verwaltungschef. Die Deiche weichen durch. Um so wichtiger sei es, das strikte Betretungs- und Befahrungsverbot der Schutzanlagen durchzusetzen. "Selbst ein Stiefelabdruck führt bereits dazu, dass die Grasnarbe verletzt wird und Wasser austritt!", schildert der Landrat die Lage. Die Grasnarbe sei sehr wichtig, den Deichkörper dichtzuhalten.

Aktuell sei es nicht nötig, weitere Sandsäcke zu befüllen. Man sei dabei, Depots in Deichnähe anzulegen, um im Notfall schnell Abdichtmaterial zur Verfügung zu haben. Sandsäcke, die gefüllt sind, würden jetzt noch nicht geleert. Der für den heutigen Donnerstag angesagte Regen wird sich nach den Worten des Chefs der Kreisverwaltung nicht auf die Hochwassersituation auswirken - die Menge sei zu gering. Die Versorgungslage wird sich nach Christiansens Worten ab heute auch wieder verbessern. Supermärkte in Dömitz hatten leergeräumt, sind aber inzwischen wieder dabei, ihre Waren einzusortieren.

Der Landrat geht nach gegenwärtigem Stand davon aus, dass die Hochwasserwarnstufe 4, die gegenwärtig gilt, noch bis zum Dienstag oder Mittwoch kommender Woche aufrechterhalten wird. In den Sperrbereichen werden die Kontrollen intensiviert, weil sich hin und wieder doch Unberechtigte Zutritt verschafft hätten. "Bisher hat die Polizei lediglich mit Platzverweisen reagiert, wenn das allerdings zum Problem wird, werden auch hohe Bußgelder verhängt.", stellte Christiansen klar.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen