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11. Dezember 2017 | 03:11 Uhr

Das sagt der Rücktrittsforscher

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2012 | 08:24 Uhr

Michael Philipp,
Historiker, Hamburg:

„In Anbetracht der Ausgangslage, in der sich Herr Wulff befindet, hat er eine tolle Kommunikationsleistung vollbracht. Er hat eine Strategie gewählt, sich als Privatmann zu inszenieren. Er hat betont, wie wichtig es ist, Freunde haben zu dürfen. Um Entschuldigung bitten, Demut zeigen – das ist seine Inszenierung, die er gewählt hat. Ob sie ihn rettet, ist zu bezweifeln. Überzeugt hat er mich nicht, weil er zu den umstrittenen Fragen sehr wenig gesagt hat. Er hat Darstellungen abgegeben, die zumindest weitere Fragen aufwerfen. Das Thema ist damit nicht vom Tisch. Ein Politiker sollte rechtzeitig zurücktreten. Das heißt, er sollte erkennen, wann er sich in einer Situation befindet, in der es für ihn selber und vielleicht auch für seine Umgebung - seine Freunde und Familie - das Beste ist, sich nicht weiter solchen Auseinandersetzungen zu stellen. Für Herrn Wulff wäre jetzt die Situation gewesen zurückzutreten.“

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