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12. Dezember 2017 | 11:30 Uhr

Das sagt der Rhetorikprofesso

vom

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2012 | 08:23 Uhr

Joachim Knape, Professor für Allgemeine Rhetorik an der Uni Tübingen, vergleicht Wulffs Taktik mit derjenigen von Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU):

Auch dieser räumte ein, Fehler gemacht zu haben, hat einen Betrug aber nie eingeräumt. Besonders kritisch sei ein Vergleich des Präsidenten. „Wem es in der Küche zu heiß ist, der darf nicht Koch werden wollen“, sagte Wulff. Knape hält diese Metaphorik für unpassend. „Der Präsident als Koch in der politischen Küche? Da habe ich ein Problem mit dem Amtsverständnis.“ Diese Küche sei ein abgeschlossener Club der politischen Kaste, der Präsident hingegen solle sich als erster Bürger unter Bürgern verstehen. Außerdem wolle Wulff sagen, Köche begingen keinen gravierenden Fehler. „Sie geben mal ein bisschen zu viel Salz ins Essen – aber beim nächsten Mal wirds besser.“ Und der Hitze-Vergleich drücke aus: „Ich muss mich nur mit einem kleinen Hitzeschild bewaffnen und dann kann kommen, was da will.“

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