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19. November 2017 | 19:08 Uhr

Splitter : Das heimliche Zentrum: Die Sportfrauen

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

von
erstellt am 12.Apr.2016 | 08:57 Uhr

Sie sind gar kein Verein, gehören offiziell zum Turnverein Hagenow, und dennoch mischen die Gammeliner Sportfrauen im Dorf ordentlich mit. Offiziell wird einmal die Woche mit Trainerin Dorina Carmohn geübt, im neuen Sportraum der Schule. Schweißtreibend und lustig geht es zu bei den Übungen. „Bei uns sind alle dabei, von Mitte 30 bis weiter über 60, alle fühlen sich wohl, jede ist anerkannt. Bei uns herrscht wirklich gute Stimmung“, erzählte Heidi Stahmer freimütig. 20 bis 22 Frauen würden sich zu den Übungsabenden immer treffen, und längst nicht alle kommen nur aus Gammelin oder Bakendorf. Und beim Sport bleibt es nicht. „Fit für Gammelin“ - so heißt die Truppe veranstaltet auch ein Sportfest (das findet in diesem Jahr am 28. Mai statt), und einmal im Jahr gibt es auch einen richtigen Ausflug, die Fahrt ins Blaue. Für neue Mitglieder ist die lustige Frauentruppe immer offen, getroffen wird sich donnerstags um 19.30 Uhr.

 

Erst seit 1974 mit Bakendorf vereint

Gammelin hat eine bewegte und vergleichsweise gut dokumentierte Geschichte. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Gammelin erfolgte im Jahre 1219 in einem Zollerlass des Grafen zu Ratzeburg. Aus diesem Grund wurde 1994 das 775-jährige Jubiläum gefeiert. Bei den Namen gab es erst Chemelin, dann Chamelin und schließlich Gammelin. Die Ortsbezeichnung Gammelin ist wendischen Ursprungs und bedeutet Hopfenart.

Bakendorf wurde um 1230 das erste Mal erwähnt, beide Orte waren Ende des 17. Jahrhunderts noch ritterschaftliche Lohngüter.

Aus dem Hof Gammelin und Dorf Gammelin wurde durch Erlass 1939 die Gemeinde Dorf Gammelin und analog aus dem Hof Bakendorf und Dorf Bakendorf die Gemeinde Bakendorf. Gammelin hat, wie andere auch, nach dem Krieg Umsiedler und Vertriebene aufgenommen und war sehr von der Zwangskollektivierung beeinflusst. 1974 erfolgte der Zusammenschluss von Gammelin und Bakendorf.

 

Hier war einst Christa Wolf zu Hause.
Hier war einst Christa Wolf zu Hause.
 

Christa Wolf lebte einst auch in dem Dorf

Gammelin hat in seiner Geschichte auch berühmte Persönlichkeiten beherbergt. Die Schriftstellerin Christa Wolf gehört dazu, deren Familie sich nach den Kriegswirren in Gammelín wiederfand. Um ihre Mutter zu unterstützen, übernahm Christa Wolf dort Schreibarbeiten beim örtlichen Bürgermeister und andere Hilfsarbeiten. Ihre Gammeliner Zeit soll sich auch im Buch „Kindheitsmuster“ wiederfinden.

Und es gibt noch eine zweite Berühmtheit der Gemeinde, Adolf Martens, der Pionier der Metallforschung und Metallmikroskopie, der aus Bakendorf kam.

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