Das Geschäft mit der Lust

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20. Mai 2010, 10:21 Uhr

Es ist ein unscheinbares Wohn- und Geschäftshaus in Neubrandenburg. Auf dem Klingelschild steht „Olymp“. Nur wenige Treppenstufen führen zum Gipfel der Lust. Dann öffnet Aphrodite, wie sie in dieser Geschichte heißt, die Tür. Ihr Businesskostüm ist so kurz, dass die halterlosen Strümpfe trotzdem hervorblitzen. Die Mittdreißigerin aus Polen nennt sich Agentin.

Der Olymp ist nur ein Ziel von vielen, dass in MV von Freiern angesteuert wird. Das „älteste Gewerbe der Welt“ ist als solches aber nicht gemeldet, wie die Stadt Neubrandenburg mitteilt. Offiziell gibt es keine Prostitution in der Viertorestadt. Das Geschäft mit der Lust wird immer härter. Die Konkurrenz steigt und vor allem osteuropäische Frauen, die sich nur befristet in Deutschland aufhalten dürfen, dominieren den Markt und sind oft bereit lebensgefährliche Sexpraktiken anzubieten. Die Nachfrage auf dem platten Land sei aber nach wie vor da.

Zwei Agenten erzählen, wie sich die Rotlichtszene in MV verändert hat. Sie berichten von Schlägern und brüchiger Akzeptanz. Aber auch das Ordnungsamt tritt als Spielverderber auf. Denn Sex auf dem Land ist laut einer Verordnung verboten. Dass es in MV auch Zwangsprostitution und prügelnde Zuhälter gibt, erzählt die Leiterin der Beratungsstelle ZORA im Interview mit Ingmar Nehls.

>> Die ganze Geschichte und mehr Informationen lesen sie in der heutigen Printausgabe.

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