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20. Oktober 2017 | 01:45 Uhr

Splitter : Das einzige Kino im Kulturhaus

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Kulturhaus mit Kino und Bowlingbahn gibt es nur noch in Pritzwalk. Am 21. April 1959 wurde das Pritzwalker Kulturhaus eröffnet. Ein großer Saal in dem auch Kinovorführungen stattfanden, bot vielfältige Möglichkeiten. Bis 1989 gab es in der Stadt noch das Capitol an der Havelberger Straße. Als hier die Vorführungen eingestellt wurden übernahm das Kulturhaus diese Aufgabe. 2002 übernahm die kommunalen Wohnungsbaugesellschaft WBG das Haus. 2003 wurde das Foyer in einem ersten Bauabschnitt umgestaltet und der große Saal saniert, sagt Roswitha Bohnsack, die die Geschäfte führt. Im Obergeschoss entstand ein Kinosaal mit 102 Sitzplätzen. In einem zweiten Bauabschnitt wurden ab Mitte 2004 ein weiterer kleinerer Saal und die Bowlingbahn angebaut. In dem neuen Anbau tagen nach der Fertigstellung unter anderem die Pritzwalker Stadtverordnete.

Auch wenn es nicht immer gelinge, zeitnah die neuesten Filme zu zeigen, schätzen Besucher diese Möglichkeit in der Stadt. Im Jahr 2015 kamen etwa 10000 Besucher ins Kino. Neben den regulären Vorstellungen gibt es Sondervorführungen für Kitas, Schulen oder Senioren. Beliebt sind die Kino-Tage der Pritzwalker Stadtwerke.

40 öffentliche Veranstaltungen wie Volksmusikabend, Teetanz für Senioren, Buchlesungen oder andere Partys fanden 2015 statt. Allein die Tanzkurse locken pro Woche mehr als 200 Besucher in das Haus. Seit 2013 bietet das Kulturhaus auch acht Hotelzimmer an. Die Nachfrage steige. Geschäftsleute mieten sich hier unter der Woche ein, Touristen und Besucher an den Wochenenden. Insgesamt zählte das Kulturhaus im Jahr 2015 etwa 20 000 Besucher.

Freilichtbühne im Dornröschenschlaf

Eine Besonderheit ist die Freilichtbühne auf dem Trappenberg. Sie wurde 1956 aus Anlass des 700-jährigen Stadtjubiläums erbaut, berichtet Dr. Wolfgang Simon von der Pritzwalker Gesellschaft für Heimatgeschichte. Die Bühnenanlage und die massiven Feldsteinmauern sollen die Stadtmauer aus dem Mittelalter symbolisieren. Zum damaligen Jubiläum wurde das Theaterstück vom Räuber Heine Klemen aufgeführt. Klemen trieb im Stadtforst sein Unwesen. Im Jahr 2006, zum 750-jährigen Stadtjubiläum, führte das Pritzwalker Gymnasium das Theaterstück erneut an historischer Stelle auf. In den 50er und 60er Jahren gab es Sommerfilmtage. Das Filmvorführerhaus steht noch heute. „Leider finden heute kaum noch Veranstaltungen statt. Die Anlage ist sogar bei vielen Pritzwalkern fast schon in Vergessenheit geraten“, sagt Simon.

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