Splitter : Das bronzezeitliche Gräberfeld Bretziner Heide

Die Heide kann zu Fuß oder per Fahrrad erkundet werden.
Foto:
1 von 2
Die Heide kann zu Fuß oder per Fahrrad erkundet werden.

svz.de von
07. Juni 2016, 13:17 Uhr

Die Bretziner Heide ist ein einmaliges, 32 Hektar großes Naherholungsgebiet in der Nähe des Bengerstorfer Ortsteils Wiebendorf. Es handelt es sich eine der letzten trockenen Zwergstrauchheiden in Westmecklenburg. Hier trifft einzigartige Natur auf uralte Kulturgeschichte.

Auf dem Gebiet der Bretziner Heide sind 13 Hügelgräber aus dem vierten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung verteilt. In den Erdhügeln befinden sich Baumsärge, die in eine Steinlage von faustgroßen Steinen eingebettet sind. Im Verlaufe der Bronzezeit wurden die Hügelgräber auch zur Bestattung von Urnen genutzt. In den Gräbern fanden Menschen aus allen damaligen Gesellschaftsschichten ihre letzte Ruhe. Nebenan lebten Germanen, die -wie fast alle germanischen Stämme zwischen Elbe und Oder - im vierten Jahrhundert plötzlich verschwanden. Höchstwahrscheinlich mussten sie das Gebiet verlassen, weil es zu häufig regnete. Die Forscher nehmen in der Mehrzahl an, dass sie nach Nordafrika wanderten und dort Asyl fanden.

In das Gebiet wanderten später slawische Stämme ein, die im Mittelalter von Heinrich dem Löwen besiegt wurden und sich mit den einwandernden Deutschen und Flamen vermischten.

Erst in unserer Zeit wurde der Wald in dem Gebiet des Gräberfeldes gerodet und das Gelände als Viehweide genutzt. Durch den sauren Boden wächst dort jetzt nichts weiter als die Besenheide. Seitdem die Bauern die frühere Viehweide nicht mehr regelmäßig grubbern, überwuchert der Besenginster überall das Heidekraut und muss deshalb regelmäßig entfernt werden. Daher ruft der „Förderverein Biosphäre Elbe MV e.V.“ einmal im Jahr im Herbst zu einer Pflegeaktion auf.

Die Website mit der Titelfotografie des Festivals stammt ebenfalls von „Lightmark“
Foto: Lightmark
Die Website mit der Titelfotografie des Festivals stammt ebenfalls von „Lightmark“
 

Gemeinde mit eigenem Festival: Teich & Töne

Bereits seit zehn Jahren laden die Bengerstorfer immer im August alle anderen ein, an ihrer Idylle teilzuhaben. An der ganz speziellen Atmosphäre, die entsteht, wenn durch eine Vorbereitung mit Herzblut erwartungsfreudige Gäste auf besondere Musiker treffen. Wenn das Essen liebevoll zubereitet wird und die Getränke mit einem Lächeln serviert werden. Und wenn zu später Stunde die Lichtinstallationen von Cenci Göpel und Jens Warnecke die ganze Schönheit der Nacht hervor zaubern.

Das Jubiläumsfestival findet vom 12. bis 14. August statt. Headliner ist diesmal eine Band aus Uruguay, die wie keine andere für Gegenkultur steht: „Cuatro Pesos de Propina“ – „vier Pesos Trinkgeld“ . Die 16 Musiker präsentieren einen bunter Mix aus Ska, Reggae, rebellischen Mestizo-Sound und afro-uruguayischen Klängen – super tanzbar und ziemlich einzigartig. Das Festival beginnt traditionell am Freitag mit einem Open-Air-Kino und dem Auftritt der ersten Band. Am Sonnabend spielen neben „Cuatro Pesos de Propina“ die Bluegrass-Band „Butts on Buckets“ und „Gruppa Karl-Marx-Stadt“, die tanzbare osteuropäische Folklore bieten. Sonnabend und Sonntag zeigt die Hula-Hoop-Tänzerin Hoop Momo ihre Künste. Der Sonntag gehört wieder den Kindern mit Theaterstück, Bogenschiessen, Filzen, Seifenblasenzauber, Schminken, Eselreiten, Jonglieren, Balancieren und Trommeln.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen