zur Navigation springen

Damit kleine Patienten sicher zu Hause ankommen

vom

Liebe Leserinnen, liebe Leser, sozialmedizinische Nachsorge ist ein Begriff, der seit nunmehr vier Jahren in Mecklenburg mit Inhalt gefüllt ist und hinter dem sich die Pro-Fil Kindernachsorge gGmbH mit ihren Hilfen verbirgt. Hilfen, bei denen sich Kinderkrankenschwestern unter Führung einer Case Managerin, eines Arztes, einer Psychologin und Sozialarbeiterin um Kinder und deren Familien nach der Entlassung aus einem stationären Krankenhausaufenthalt sorgen. Sorgen im Sinn der Betreuung der Kinder und deren Familien, um durch eine sichere Gestaltung vor allem des sozialen Umfeldes des Kindes und der Familie nach der Entlassung den im Krankenhaus erreichten medizinischen Erfolg zu sichern.

Sozialmedizinische Nachsorge erhalten schwerst und chronisch kranke Kinder im Alter bis zu 14 Jahren. Eine große Gruppe sind die Frühgeborenen, die vor allem im Übergang in die Häuslichkeit einer speziellen Unterstützung bedürfen. Diese erfolgt durch das Team der Pro-Fil Kindernachsorge, wobei der Einsatz der Nachsorge schwestern, alles Kinderkrankenschwestern mit speziellen Ausbildungen und langjährigen Erfahrungen, unmittelbar vor Ort in der Familie stattfindet. Hier greift die Hilfe, deren konkreter Bedarf bereits in Vorbereitung der Entlassung des Kindes durch den behandelnden Arzt des Krankenhauses mit der Familie festgestellt wurde.

Der Arzt verordnet die sozialmedizinische Nachsorge, die damit als Leistung der Krankenkassen für die Familien kostenlos ist. Mit Bestätigung der Verordnung durch die Krankenkasse beginnt das Team seine Arbeit. So muss oft eine geeignete Pflegeeinrichtung gesucht und mit der Familie vernetzt werden. Die Anfertigung von Spezialnahrung ist mit der Apotheke abzustimmen oder die Eltern werden in den Umgang von technischen Hilfsmitteln eingewiesen. Aber vor allem müssen die Familien in ihrem Handeln mit dem Kind und der Situation gestärkt werden. Wichtig ist die Vernetzung aller an der weiteren Betreuung des Kindes Beteiligten. Dafür stehen den Nachsorgeschwestern bis zu zwanzig Stunden pro Fall zur Verfügung. Eine Herausforderung, da in dieser Zeit all das getan werden muss, damit das Kind nach Beendigung der Nachsorge sicher "zu Hause angekommen ist". Eine

Herausforderung auch, weil die Nachsorgeschwestern dies nach ihrem regulären Feierabend mit hohem persönlichen Engagement tun.

Und nicht nur, dass sie ihre Zeit für die Unterstützung der Kinder einbringen: Darüber hinaus nutzen sie auch noch ihre privaten Autos, um zu den Familien zu fahren. Nicht selbstverständlich, denn das ist mit der eigenen Familie in Einklang zu bringen. Hier liegt eines der Probleme der Pro-Fil Kindernachsorge. Seit Mitte des Jahres konnten zwar die Verträge mit den Krankenkassen für die Vergütung der Leistungen fortgesetzt werden, aber diese sichern nicht einmal vollständig das Betreiben der Einrichtung. Hier sind wir auf die Unterstützung Dritter angewiesen, an die Anschaffung eines Fahrzeuges ist derzeit gar nicht zu denken. Das erschwert den Nachsorge schwestern die Arbeit, denn die Kinder kommen aus Perleberg, Ludwigslust, Parchim, Hagenow, bis hin nach Rostock reicht das Einzugsgebiet. Hier haben die Universitätsklinik und die Südstadtklinik ihre Bereitschaft angesagt, diese Hilfen auch für Rostock und Umgebung aufzubauen.

Die sozialmedizinische Kindernachsorge bedarf enormer Anstrengungen, aber vor allem auch der Unterstützung durch Sie, liebe Leserinnen, liebe Leser. Selbst die kleinste Spende für die weitere Entwicklung der sozialmedizinischen Nachsorge hilft, und darum bitten wir Sie.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Dez.2011 | 08:51 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen