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21. November 2017 | 00:11 Uhr

Chronologie

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erstellt am 09.Mär.2012 | 10:41 Uhr

  • 11. März 2011: Japan wird vom schwersten Erdbeben seiner Geschichte und einem Tsunami heimgesucht. Seine Stärke: 9,0. Im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi versagt das Kühlsystem, die Radioaktivität steigt drastisch an. Die Regierung ruft den Notstand aus und lässt tausende Anwohner evakuieren.

  • 12. März: Nachbeben erschüttern die Region. Die Lage im AKW Fukushima-Daiichi wird immer dramatischer. Eine Wasserstoffexplosion in Reaktorblock 1 lässt das Gebäude teilweise einstürzen. Eine Kernschmelze soll bereits eingetreten sein. Alarm auch für Block 3. Für Deutschland sieht Bundeskanzlerin Angela Merkel keine Gefahr. Sie kündigt eine Überprüfung der deutschen Atommeiler an.

  • 13. März: Mehr als 150 Nachbeben wurden bislang registriert. Ministerpräsident Naoto Kan spricht von der schlimmsten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg.

  • 14. März: Eine Explosion in Block 3 zerstört die Außenwände des Gebäudes. Auch in Block 2 droht Explosionsgefahr. Die Bundesregierung vollzieht eine Wende in ihrer Atompolitik: Die erst im November beschlossene Laufzeitverlängerung für die deutschen Kernkraftwerke wird für drei Monate ausgesetzt.

  • 15. März: In Fukushima-Daiichi ereignet sich die dritte Explosion, diesmal in Block 2. In Block 4 brennt es, Radioaktivität tritt aus.

  • 16. März: Die Arbeiter im Kraftwerk müssen wegen zu starker Strahlung abgezogen werden.

  • 17. März: Mit Wasserwerfern, Löschfahrzeugen und Hubschraubern versuchen die Helfer die überhitzten Reaktoren im Katastrophenkraftwerk zu kühlen.

  • 21. März: Über zwei Reaktorblöcken steigt grauer Rauch auf. Im Meer vor Fukushima werden hohe Radioaktivitätswerte gemessen.

  • 22. März: Neue Stromleitungen für Pumpen und Kühlanlagen im AKW, sinkende Temperaturen in einem Abklingbecken: Hoffnung auf eine Wende.

  • 23. März: Minimale Mengen Radioaktivität aus Fukushima erreichen Europa.

  • 25. März: Die EU verschärft die Kontrollen für Lebensmittel aus Japan und beschließt einen „Stresstest“ für die 143 Atomkraftwerke in der EU.

  • 28. März: Die Regierung vermutet als Ursache der hohen Belastung in Block 2 eine partielle Kernschmelze. Im Boden des Kraftwerksgeländes wird hochgiftiges Plutonium entdeckt.

  • 4. April: Versuche, mit Beton und Kunstharz ein Leck abzudichten, sind gescheitert. 10 000 Tonnen kontaminiertes Wasser werden ins Meer gepumpt.

  • 21. April: Die Regierung erklärt die 20-Kilometer-Evakuierungszone dauerhaft zum Sperrgebiet. Hier lebten einmal 80 000 Menschen.

  • 2. Mai: Das japanische Parlament verabschiedet einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung des Wiederaufbaus. Ausgaben: 33 Milliarden Euro.

  • 10. Mai: Kurswechsel: Japan verzichtet auf einen weiteren Ausbau der Kernenergie von 30 auf 50 Prozent.

  • 24. Mai: Tepco räumt ein, dass es in zwei Reaktoren zu einer Kernschmelze gekommen ist.

  • 31. Oktober: Ein Expertengremium veranschlagt für die Stilllegung des Atomkraftwerks Fukushima einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren.
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