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24. November 2017 | 00:52 Uhr

Chronologie: Die Spur des Nazi-Terrorismus

vom

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erstellt am 06.Mai.2014 | 10:08 Uhr

Für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 soll die rechtsextreme Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) verantwortlich sein. Ein Rückblick: 

4. November 2011: Nach einem Banküberfall sterben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnwagen in Thüringen. Bei ihnen werden die Waffen der beiden Beamten entdeckt, die beim Polizistenmord von Heilbronn 2007 getötet beziehungsweise schwer verletzt wurden.

8. November: Beate Zschäpe stellt sich in Jena der Polizei.

11. November: Im Polizistenmord von Heilbronn übernimmt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen. Der Fall stehe vermutlich in Zusammenhang mit Morden an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft zwischen 2000 und 2006.

13. November: Der Bundesgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Zschäpe.

14. November: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert vom Verfassungsschutz dringend Aufklärung. In mehreren Bundesländern kommen Pannen bei der Fahndung nach der Terrorgruppe ans Licht.

18. Dezember: Thüringer Verfassungsschützer räumen ein, dass über einen Mittelsmann Geld an die untergetauchten Neonazis fließen sollte, um an deren Tarnidentitäten zu kommen.

5. Mai 2012: Fehler der Thüringer Behörden haben laut einer unabhängigen Kommission das NSU-Untertauchen  begünstigt.

2. Juli: Nach schweren Ermittlungspannen räumt der Präsident des Bundes-Verfassungsschutzes, Heinz Fromm, seinen Posten.

5. Juli: Der Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags kommt zu seiner ersten Sitzung zusammen. In Bayern hatten die NSU-Terroristen die meisten Morde begangen.

8. November: Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Zschäpe.

6. Mai 2013: In München beginnt der Prozess gegen die Terrorgruppe NSU. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe.

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