CDU fordert Ausweitung der Videoüberwachung - Caffier prüft

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06. März 2008, 01:38 Uhr

Rostock/Schwerin - Nach der schnellen Aufklärung des Überfalls auf zwei 21-jährige Männer in Rostock hat sich die CDU- Landtagsfraktion für die Ausweitung der Videoüberwachung öffentlicher Plätze ausgesprochen. „Nur dem massiven Druck durch die veröffentlichten Bilder aus einer Überwachungskamera ist es zu verdanken, dass sich die brutalen Täter so schnell der Polizei gestellt haben“, sagte der innenpolitische Fraktionssprecher, Wolf- Dieter Ringguth, am Donnerstag in Schwerin laut Pressemitteilung. Die Überwachung könne nicht nur die Aufklärung von Straftaten beschleunigen, sie leiste auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention.

Zu dem Vorfall war es am Sonntag gekommen, als vier Männer und drei Frauen Fahrgäste in einem Bus anpöbelten. Zwei 21 Jahre alte Männer waren dagegen eingeschritten. Nach dem Aussteigen wurden sie von den Tatverdächtigen geschlagen und getreten. Die 17-Jährige soll danach den beiden gefolgt sein und in einem S-Bahn-Tunnel einem der beiden von hinten ein Klappmesser in den Rücken gestochen haben.

Innenminister Lorenz Caffier (CDU) lobte den schnellen Fahndungserfolg der Ermittler. Es habe sich gezeigt, wie unverzichtbar die Videoüberwachung für die Polizeiarbeit ist. Die Landesregierung habe gesetzliche Möglichkeiten geschaffen, diese Überwachungen im öffentlichen Raum einzurichten. „Derzeit wird im Innenministerium geprüft, an welchen Orten und öffentlichen Plätzen diese Maßnahmen dazu beitragen können, die öffentliche Sicherheit zu erhöhen“, sagte Caffier laut Pressemitteilung. Mit Sorge beobachte er die zunehmende Brutalität bei gewalttätigen Auseinandersetzungen vor allem unter Jugendlichen.

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