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Splitter : Capitol: Von der Schankwirtschaft zum Kino und Veranstaltungsort

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

svz.de von
erstellt am 21.Apr.2016 | 11:21 Uhr

Dort, wo heute die neuesten Star-Wars- und James-Bond-Filme laufen, wurde vor fast 200 Jahren Bier ausgeschenkt: Im Jahr 1817 wurde die Schankwirtschaft „Tonhalle“ am Standort des heutigen Capitols eröffnet. Heinrich Klöres erwarb selbige Wirtschaft 1855 und ließ vier Jahre später einen großen Speisesaal mit 500 Plätzen bauen – die „Tonhalle“ wurde zum größten Lokal Mecklenburgs.

Rund 30 Jahre später war Wilhelm Albrecht Inhaber der Wirtschaft. Der funktionierte den Speiseraum zum Festsaal um – ab da tagten Vereine in der „Tonhalle“, Theater und Varieté-Programme wurden hier aufgeführt. „1920 brannte die Tonhalle bis auf ihre Grundmauern nieder. 16 Jahre später, am 21. Dezember 1936 eröffnete dort dann das Capitol“, erzählt Capitol-Theaterleiter Dirk Mattenklott. Dank der damaligen Ausstattung galt das Kino als eines der modernsten überhaupt. 1937 wurde das Capitol als Exponat auf der Pariser Weltausstellung sogar prämiert, so der Theaterleiter weiter. Nach dem zweiten Weltkrieg beschloss der Landtag dann 1947 die Enteignung der Filmtheaterbesitzer. Das Programm war geprägt von Defa-Filmen.Heute können Gäste im Capitol nicht nur die neuesten Filme, sondern auch Theater, Kabarett und Live-Übertragungen aus Opern und Ballett erleben.

 

Mehr als 1000 Jahre geballte Geschichte

Auf mehr als 1000 Jahre Geschichte kann Schwerin zurückblicken: Während Erzähler und Fürsten, Herzöge und Päpste im Lauf der Zeit wechselten, war ein Bestandteil immer fest mit dabei: Die Altstadt.

Zwar siedelten bereits im ersten Jahrhundert Menschen im Bereich des heutigen Schwerins, doch die ersten schriftlichen Überlieferungen stammen aus dem Jahr 965: Der jüdische Handlungsreisende Ibrahim Ibn Jakub beschreibt „eine Burg in einem Süßwassersee“, die von Historikern Schwerin zugeordnet wird. Rund 200 Jahre später besiegt Heinrich der Löwe 1160 die Obotriten und deren Fürsten Niklot und gründet die Stadt Schwerin. 1171 weiht Bischof Berno von Amelungsborn den ersten Dom Schwerins in Anwesenheit Heinrichs des Löwen. 1358 erwirbt Herzog Albrecht II. die Grafschaft Schwerin für 20  000 Silbermark und macht sie zu seinem Sitz. Um das Jahr 1500 zählte Schwerin etwa 2500 Einwohner.

Am 18. Juli 1651 zerstört der größte Brand der Stadtgeschichte binnen weniger Stunden 144 Häuser. 1806 nehmen französische Truppen Schwerin ein. Sie werden erst 1813 wieder komplett vertrieben. 1845 beginnt der Umbau des Schweriner Schlosses, der 1857 erfolgreich beendet wird. Von 1863 bis 1869 wird die Paulskirche gebaut. Nach dem zweiten Weltkrieg bauen die Schweriner ihre Stadt aus. Nach der Wiedervereinigung wird Schwerin am 27. Oktober 1990 zur Hauptstadt des Landes Mecklenburg-Vorpommern bestimmt.

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