Splitter : Burgwall Menkendorf, Straßen, Wege und Trauerhallen – Gemeinde investierte seit 2009 rund 1,7 Millionen Euro

Der Nachbau des Burgwalls in Menkendorf Fotos: Archiv
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Der Nachbau des Burgwalls in Menkendorf Fotos: Archiv

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24. November 2015, 13:02 Uhr

Bürgermeister Detlef Schranck gibt es zu: „Seit ich Bürgermeister bin, mussten die Einwohner der Gemeinde einige schwere Einschnitte hinnehmen.“ Die Kindertagesstätte wurde in freie Trägerschaft abgegeben und zog später nach Heidhof um. Es gibt nur noch einen Gemeindearbeiter. Und nach 22 Uhr wird die Straßenbeleuchtung abgeschaltet. „Aber wir waren uns in der Gemeindevertretung von Anfang an einig, nicht das ganze Geld im Tagesgeschäft ausgeben zu wollen, damit wir weiter in die Infrastruktur investieren können“, so Schranck. Und dabei haben die gewählten Vertreter eine weitere Prämisse: „Wir wollen alle Ortsteile gleich behandeln.“

Rund 1,7 Millionen Euro konnte die Gemeinde allein seit 2009 überwiegend mit Hilfe von Fördermitteln, unter anderem über das Bodenordnungsverfahren Grebs-Niendorf, investieren. Eines der größten Vorhaben galt dem Burgwall in Menkendorf. Rund 100 Meter neben dem originalen Wall, der als Bodendenkmal geschützt ist, wurde ein Nachbau der einstigen Pallisaden-Konstruktion errichtet. Von den insgesamt mehr als 210 000 Euro kamen rund 165 000 Euro als Fördermittel aus dem Leader-Programm.

Außerdem wurden das Mehrzweckgebäude Niendorf saniert (260 000 Euro), die KAP-Straße Niendorf-Laupin erneuert (390 000 Euro) sowie in Grebs Beleuchtung, Gehweg und Auffahrten in der Lindenstraße (222 000 Euro) gebaut. In Schlesin legte die Gemeinde einen Löschteich an (35 000 Euro) und steckte 2014 und 2015 insgesamt rund 36 000 Euro in den Wegebau und 68 000 Euro in den Bau der Buswendeschleife. Die Trauerhallen Schlesin und Grebs (insgesamt 5600 Euro) wurden renoviert. In Grebs erhielten die Bewohner der Straße Am Sportplatz erstmals eine feste Straße (168 000 Euro). Außerdem wurde der Weg von Menkendorf nach Glaisin (112 000 Euro) befestigt. Durch den Wegebau „Hufe West“ für ca. 380 000 Euro gebe es nun einen Rundkurs für Radler und Spaziergänger, so Bürgermeister Detlef Schranck.

Ein großes Anliegen ist noch offen, kann aber nur zusammen mit dem Landkreis realisiert werden. „Wir müssen in Grebs die Probleme mit der Straßenentwässerung an der Kreisstraße in den Griff bekommen“, so Schranck.

Der Gedenkstein
Der Gedenkstein
 

Ein Gedenkstein zum Schlesiner Jubiläum – und auch sonst viel los

Ob Grebs, Niendorf, Schlesin oder Menkendorf – die Einwohner der Gemeinde verstehen es zu feiern und locken dazu auch Gäste aus umliegenden Dörfern und ganz Südwestmecklenburg an.

Zum Pfingstfest in Menkendorf kommen alljährlich bis zu 1000 Besucher, um Badewannenrennen auf dem Krullgraben, Playback-Show und anderes mehr zu erleben.

Die Schlesiner feierten in diesem Jahr das 625-jährige Bestehen ihres Dorfes, in dem derzeit rund 60 Menschen leben. Anlässlich des Jubiläums wurde der Gedenkstein mit den Jahreszahlen des Dorfes aufgestellt.

Die Niendorfer Erntekronen GmbH (Gesellschaft mit besonderem Humor) fehlt auf keinem Erntefest. Und wer beim Erntekronen-Wettbewerb gewinnen will, muss an diesen Damen und Herren vorbei. Beim Landeserntedankfest gelang das nur den Hohenwoosern. Die Erntekronen GmbH holte den zweiten Platz.

Und dann gibt es noch zwei freiwillige Feuerwehren – die Feuerwehr Niendorf a.d. Rögnitz und die Feuerwehr Grebs-Menkendorf, die nicht nur zum Löschen und Bergen bereitstehen, sondern auch das Dorfleben mitgestalten. „Das Miteinander der Menschen ist etwas, das unsere Gemeinde auszeichnet“, sagt Bürgermeister Detlef Schranck.

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