Hintergrund : Bungalow oder Datsche

svz.de von
28. September 2015, 18:35 Uhr

Mit Datsche oder auch Datscha wird landläufig ein Wochenend- oder Ferienhäuschen, vor allem in Ostdeutschland, bezeichnet. Oftmals wird auch Bungalow als Begriff für Ferien- und Sommerhäuser verwendet. Das Wort Datsche stammt aus dem Russischen und bedeutet laut Duden ursprünglich „Geschenk eines Fürsten“.

Als Begründer gilt Zar Peter der Große (1672-1725), der Anfang des 18. Jahrhunderts in sein Sommerhaus in der Nähe von St. Petersburg einlud, schreibt die Autorin Marina Rumjanzewa in ihrem Buch „Alles über die Datscha – eine kleine Kulturgeschichte und ein Lesebuch“.

Auch der sowjetische Diktator Stalin residierte zeitweise in seinem Sommerhaus bei Moskau. Viele russische Künstler und Prominente hatten zu Sowjetzeiten und haben auch heute noch diese Domizile. In der DDR gab es etwa eine Million Datschen-Besitzer.

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