Bützower Häftling vermutlich an Herzinfarkt gestorben - Untersuchung

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23. Dezember 2008, 04:09 Uhr

Bützow/Schwerin - Die Rostocker Staatsanwaltschaft untersucht die Umstände des Todes eines Häftlings, der Mitte Dezember im Gefängnis Bützow gestorben ist. Das Justizministerium bestätigte am Dienstag einen entsprechenden Bericht der „Schweriner Volkszeitung“. Der 48-jährige Mann habe sich mit Schmerzen in der Brust in der Krankenabteilung der JVA vorgestellt. Bei der Untersuchung sei keine schwerere Erkrankung festgestellt worden, sagte ein Sprecher des Ministeriums. Auf dem Weg zurück zur Zelle sei der Mann zusammengebrochen und laut Obduktionsbericht an einem Herzinfarkt gestorben. Es werde nun überprüft, ob der Sorgfaltspflicht in der JVA Genüge getan wurde.

Der 48-Jährige war wegen eines Angriffs auf eine französische Jugendgruppe in Schwerin im Juli 2007 zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Er hatte laut Urteil des Amtsgerichts Schwerin einen Stein in Richtung der flüchtenden Gruppe geworfen und ausländerfeindliche Parolen gerufen. Er wurde wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung, Volksverhetzung und Beleidigung verurteilt. Er hatte in der Verhandlung erklärt, sich an nichts erinnern zu können, da er an jenem Nachmittag betrunken gewesen sei.

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