Splitter : Briefmarke machte Strassen berühmt

Heute steht das Fachwerkhaus aus Strassen im Freilichtmuseum Klockenhagen.
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Heute steht das Fachwerkhaus aus Strassen im Freilichtmuseum Klockenhagen.

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17. November 2015, 10:54 Uhr

Ein altes Fachwerkhaus im Ortsteil Strassen, Hufe 2, hat es 1978 auf eine DDR-Briefmarke geschafft. Die 25-Pfennig-Marke gehört zur Serie „Fachwerkbauten in der DDR“ und erschien in einer Auflage von fünf Millionen.

Die Marke hatte eine Auflage von 5 Mio.  Wikipedia
Die Marke hatte eine Auflage von 5 Mio. Wikipedia
 

„Das war damals groß Thema bei uns im Dorf“, erinnert sich Thomas Bach, der seine Kindheit in Strassen verbracht hat. „Fast jeder im Ort hatte sich diese Briefmarke besorgt.“ Nachdem der Bewohner Otto Hein gestorben war, wurde das Bauernhaus im Jahr 1980 Stück für Stück abgetragen und im Freilichtmuseum von Klockenhagen bei Ribnitz-Damgarten als „Haus Strassen“ wieder aufgebaut. In ihm befindet sich heute das Museumsrestaurant „Up dei Däl“. Im Restaurant gibt es einen Gastraum, der auch für Veranstaltungen und Ausstellungen genutzt wird. Im Haus Strassen (Baujahr 1671) findet jedes Jahr der Wettbewerb um die schönste Erntekrone Mecklenburg-Vorpommerns statt. Die Kronen werden ab August gesammelt und beim Erntedankfest prämiert.

Thomas Bach organisiert das Waldpokal-Wochenende.
Thomas Bach organisiert das Waldpokal-Wochenende.
 

Sportlich, sportlich

Boek kennt man auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Ostfriesland, Brandenburg, Baden-Württemberg und Hamburg. Von dort reisen nämlich Jahr für Jahr am letzten Augustwochenende Volleyball-Teams an und kämpfen um den begehrten Waldpokal. Übernachtet wird in Zelten oder Wohnwagen auf der Wiese und gefeiert zwischen Bühne und modernem Mehrzweckhaus. Der Neubau ist kultureller Mittelpunkt von ganz Gorlosen. Im Schnitt trifft man sich hier jährlich bis zu großen 20 Veranstaltungen.

Christliebe Ehlert
Christliebe Ehlert
 

Quittengelee vom Baum am Pfarrhaus bringt Geld für die Kirchgemeinde

Ihr Quittengelee steht in vielen Gorlosener Küchenregalen: Christliebe Ehlert erntet die Früchte Anfang Oktober vom Baum, den ihr Vater vor vierzig Jahren neben das Pfarrhaus gepflanzt hat. Zentnerweise sammelt sie die zitronengelben Quitten in Eimern und macht daraus leckere Fruchtaufstriche. Jedes Jahr kommen so etwa 200 Gläser zusammen. Die 69-Jährige verkauft sie an Einwohner und Gäste und spendet die Einnahmen an die Kirchgemeinde.

Leicht ist die Geleezubereitung nicht. „Die Früchte sind steinhart und störrich“, sagt Christliebe Ehlert. Bevor es losgeht, muss sie von jeder einzelnen Quitte mit einem Tuch den hellen Flaum entfernen. Danach werden die Früchte in kaltem Wasser gewaschen. In Würfeln geschnitten kommen sie mit Wasser in einen Kochtopf. Nach etwa drei Stunden Köcheln sind die Quitten weich und rot, werden durch ein Sieb in eine darunter stehende Schüssel gedrückt. Der Saft wird mit Gelierzucker vermengt und drei Minuten aufgekocht. Erst vorgestern Nacht stand Christliebe Ehlert wieder bis 3 Uhr in der Küche und hat 120 Gläser gefüllt. Wer mag, kann sich bei ihr in der Neuen Straße welche abholen.

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