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17. Dezember 2017 | 13:02 Uhr

Brand eines Wohnhauses in Steesow

vom

svz.de von
erstellt am 23.Jan.2012 | 02:25 Uhr

Knapp 60 Kameraden aus acht Feuerwehren waren gestern früh in Streesow bei Reckenzin im Einsatz, um den Brand eines Wohnhauses zu löschen und ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Gebäude zu verhindern. Personen befanden sich zu dem Zeitpunkt nicht im Gebäude. In wenigen Tagen wollte hier eine junge Familie mit einem Kleinkind einziehen.

„Als ich gegen 5.30 Uhr über die Bogenbrücke kam, sah ich von weitem einen roten Schein zwischen den Dachziegeln eines Hauses und entdeckte beim Näherkommen auch Qualm, der aus dem Dach quoll“, berichtet Lothar Behm, der seit vielen Jahren den „Prignitzer“ in Garlin, Dargardt, Bootz, Reckenzin und Streesow zustellt. Sofort klopfte und klingelte er am Haus, alarmierte per Handy die Feuerwehr und weckte den Nachbarn, dessen Scheune, gefüllt mit Stroh, an das Brandgrundstück grenzt.

Innerhalb weniger Minuten war die Reckenziner Wehr am Einsatzort, weitere alarmierte Wehren trafen kurz Zeit darauf ein. Die Einsatzleitung übernahm der Karstädter Wehrführer Hartmut Gerloff. „Ausgangspunkt des Feuers war der Dachstuhl, als wir eintrafen, stand der bereits voll in Flammen“, erzählt er. Er forderte die Drehleiter aus Perleberg an, um von oben besser an den Brandherd zu gelangen. „Die Kameraden haben alle mit vollem Einsatz gekämpft und gut zusammengearbeitet, aber das Haus war nicht mehr zu retten“, sagt Gerloff. Die gute Nachricht sei: „Durch koordinierten Einsatz gelang es uns, das Stallgebäude mit den Öltanks und die angrenzende Scheune mit dem eingelagerten Stroh vor den Flammen zu schützen.“ Gegen 8 Uhr waren die Löscharbeiten beendet, die Wehren aus Reckenzin und Groß Warnow blieben als Brandwache vor Ort, um mögliche Glutnester zu löschen.

Zum Glück sind keine Menschenleben zu beklagen. Tragisch sei das Brandgeschehen trotzdem, so der Einsatzleiter, sollte das Wohnhaus doch in den nächsten Tagen bezogen werden. Ein junger Mann hatte das Grundstück von den Großeltern geerbt und jede Menge Arbeit in das Wohnhaus investiert, um hier mit seiner Lebensgefährtin und einem Kleinkind einziehen zu können. Nicht auszudenken, wenn die Familie hier bereits gewohnt hätte.

Die Kriminalpolizei nahm gestern die Ermittlungen zur Brandursache auf. Der Schaden ist beträchtlich, das Haus nicht mehr bewohnbar. „Wir haben mit dem Betroffenen Kontakt aufgenommen und ihm Wohnraum angeboten. Im Moment möchte er jedoch bei seiner Freundin bleiben“, erfuhr der „Prignitzer“ von Ordnungsamtsleiter Sven Steinbeck.

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