Boniek verhöhnt DFB-Elf

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05. Juni 2008, 10:13 Uhr

Hermetisch abgeriegelt bereitet sich die polnische Nationalmannschaft seit ihrer Ankunft im österreichischen Bad Waltersdorf auf das Euro-Derby am Sonntag gegen die DFB-Elf vor. Doch aus dem Hinterhalt schießt Polens Fußball-Idol Zbigniew Boniek verbale Giftpfeile ab. "Die polnischen Spieler sind 16-mal intelligenter als die deutschen. Hoffentlich werden sie das auf dem Platz auch beweisen", sagt der in Bromberg geborene ehemalige Mittelfeldstar, der sein Heimatland beim EM-Debüt zum Außenseiter mit Titelchancen auserkoren hat: "Die Polen können bei der EM das zweite Griechenland werden."

Die Kampfansage des heute 52-jährigen Boniek, der für Polen in 80 Länderspielen 24 Tore erzielte und an drei Weltmeisterschaften (1978, 1982, 1986) teilnahm, kommt nicht von ungefähr. Die "Kadra", wie die polnische Auswahl auch genannt wird, sinnt zum EM-Auftakt auf Revanche. Noch immer schmerzt das Team um den früheren Dortmunder Bundesliga-Profi Ebi Smolarek (Racing Santander) die bittere 0:1-Niederlage im zweiten Vorrundenspiel der WM 2006 in Dortmund, als Oliver Neuville in der Nachspielzeit die Polen aus allen Träumen riss.

Bislang gelang den Polen allerdings noch kein Sieg gegen die DFB-Auswahl. In 15 Spielen stehen für den Olympiasieger von 1972 und zweimaligen WM-Dritten (1974, 1982) nur vier Remis zu Buche. Eine frustrierende Bilanz. Torhüter Artur Boruc betont deshalb: "Für uns zählt nur das Spiel gegen Deutschland, das wird für uns gleich zu Beginn die alles entscheidende Partie."

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