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Blitzermarathon : Blitzlichtgewitter auf Brandenburgs Straßen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Erneut gibt es im September 24-stündige Geschwindigkeitskontrollen

svz.de von
erstellt am 06.Sep.2014 | 07:55 Uhr

Zum zweiten Mal beteiligt sich Brandenburg mit 500 Polizisten am 18. und 19. September am bundesweiten 24-stündigen Blitzermarathon – einer von Nordrhein-Westfalen ausgehenden Initiative. Schwerpunkte der etwa 320 Kontrollpunkte sind Gefahrenstellen für Kinder und Jugendliche. Auf Brandenburgs Straßen sind im vergangenen Jahr fast 1000 Kinder verunglückt, vier davon tödlich.

Anders als in anderen Bundesländern verzichtet die Polizei in Brandenburg darauf, Hinweise von Kindern auf Gefahrenstellen offensiv zu erfragen. „Uns liegen ausreichend Bürgerbeschwerden und eigene Hinweise vor“, begründet Mario Heinemann, Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam. Dort geht man davon aus, dass sich die meisten der von Schülern oder deren Eltern gemeldeten Gefahrenstellen mit den schon in den Wachen bekannten überschneiden würden. „Wir haben genug Orte, die als gefährlich eingestuft sind“, sagt Heinemann.

Bei der Premiere im vergangenen Jahr konnte Brandenburgs Polizei nicht unbedingt punkten. Der bundesweite Blitzermarathon fiel auf die Herbstferien Anfang Oktober. Dennoch wurden fast 180 000 Fahrzeuge überprüft und 4326 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Wie schon im Vorjahr will sich die Polizei auch am 18. und 19. September nicht nachsagen lassen, auf der Lauer zu liegen. Alle Kontrollstellen würden ab 15. September im Internet unter www.polizei.brandenburg.de veröffentlicht. Kontrolliert würde neben der Geschwindigkeit auch die Einhaltung der Gurtpflicht – im vergangenen Jahr war jeder zehnte Verkehrstote nicht angeschnallt.

Mit Beginn des neuen Schuljahres habe die Polizei die Geschwindkigkeitsüberwachung vor Schulen verstärkt und werde dies noch bis zum 17. September tun. „Wir machen das nicht nur zwei Tage, sondern wollen das Thema durch den längeren Kontrollzeitraum ins Bewusstsein der Autofahrer rücken“, sagt Heinemann.

Zu hohe Geschwindigkeit ist immer noch die Unfallursache Nummer eins in Brandenburg. „Bei mehr als einem Drittel der 177 Verkehrstoten im Jahr 2013 war überhöhte Geschwindigkeit die Hauptursache“, sagt Heinemann. Unterstützt wird der Blitzermarathon von der Verkehrswacht und den Kommunen.

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