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Nahverkehrs-Streik: : Bildungsminister funkt schon SOS

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hat im seit einer Woche ausgetragenen Arbeitskampf im Nahverkehr alle Parteien dringend aufgefordert, möglichst schnell zu einer Einigung zu kommen.

Brandenburgs Bildungsminister Günter Baaske (SPD) hat im seit einer Woche ausgetragenen Arbeitskampf im Nahverkehr alle Parteien dringend aufgefordert, möglichst schnell zu einer Einigung zu kommen. Hintergrund seiner Bitte ist der neue bundesweite Streik der Gewerkschaft der Lokführer. Ab heute drohe zwischen Elbe und Oder das fast vollständige Erliegen des Schülerverkehrs.

Baaske geht davon aus, dass damit an manchen Schulen Unterricht nur noch sehr eingeschränkt möglich sein wird. Mehr als 90  000 Schüler sind auf dem Schulweg auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Besonders problematisch kann es deshalb wieder für die etwa 8800 Abiturienten werden. Morgen stehen Prüfungen in den Naturwissenschaften auf dem Plan, am Freitag in Französisch. Wegen der schwierigen Situation hat das Bildungsministerium Ersatzprüfungstermine am 10., 16. und 18. Juni angesetzt. Ab Ende dieser Woche starten auch die Prüfungen zum Ende der Zehnten Klasse.


Schnelle Lösung nicht in Sicht


Um den Schaden so gering wie möglich zu halten, bittet Baaske Eltern, ihre Kinder zu den Schulen zu bringen, damit sie am Unterricht oder den Prüfungen teilnehmen können. Alle Schulen seien auch an den Streiktagen geöffnet, teilte das Bildungsministerium mit.

Nach einer schnellen Einigung sieht es im Brandenburger Nahverkehr allerdings nicht aus. Gestern ist der Streik sogar noch ausgeweitet worden. Nachdem in der vergangenen Woche der Norden, Osten und Westen des Landes betroffen waren, wird laut Gewerkschaft Verdi nun auch im Süden gestreikt. Verdi-Verhandlungsführer Marko Pavlik rechnete damit, dass allein gestern knapp 70 Prozent der Busse und mehr als 90 Prozent der Straßenbahnen in den bestreikten Betrieben nicht fahren werden.

Ein Ende des Streiks ist nicht in Sicht. Auch der angekündigte Ausstand der Lokführer, der die Regionalbahnen in Brandenburg ab heute lahmlegen dürfte, ist für Verdi kein Anlass zu einem Aussetzen des Streiks. Laut Pavlik wird die Tarifkommission der Gewerkschaft aber über die Lage beraten. Verdi fordert eine Lohnerhöhung von 120 Euro monatlich brutto.


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