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22. November 2017 | 17:53 Uhr

Bildung läuft bei uns – fast

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die sonst so kritische OECD stellt Deutschland inzwischen ein deutlich besseres Zeugnis aus. Zu den positiven Entwicklungen zählt, dass die Zahl der Studenten in den letzten Jahren bemerkenswert gestiegen ist. Fast 90 Prozent der 25- bis 64-Jährigen haben inzwischen mindestens einen höheren Abschluss. Trotzdem bleibt die Zahl der jungen Menschen ohne Abschluss hoch, vor allem unter Migrantenkindern. Und die Quote der Geringqualifizierten von 13,5 Prozent scheint in Deutschland wie in Stein gemeißelt. Seit Jahren tut sich hier nichts. Die Bildungsrepublik fördert diejenigen, die ohnehin bessere Aussichten haben. Schüler aus bildungsfernen Haushalten gelingt der Aufstieg selten. Kinder von Eltern mit schlechter Bildung haben nach wie vor kaum Chancen, selbst einen Universitätsabschluss zu schaffen. Nur in sechs anderen OECD-Ländern sind die Aussichten für diese Gruppe noch düsterer. Frühkindliche Bildung, vorschulische Sprachförderung, weiterer Ausbau der Ganztagsbetreuung und eine gezieltere Förderung der Schwächeren sind die wichtigsten Maßnahmen. Deutschland hat in den letzten Jahren massiv investiert.
Damit ist eine wichtige Grundlage geschaffen.

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