Kriminalbeamte geben Tipps : Betrüger entlarven

herz frei

svz.de von
16. April 2015, 12:00 Uhr

Schwülstige Liebesschwüre und schnelle Heiratspläne: So versuchen sogenannte Romance-Scammer das Vertrauen ihrer Opfer zu gewinnen. Außerdem wollen die Betrüger oft alles über die Angeschriebenen wissen. Misstrauisch sollte man werden, sobald es um Bitten um Geld, ein Visum, das Versenden von Briefen oder ein gemeinsames Konto geht. Darauf weist die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hin. Für eine angebliche Kontoeröffnung werden Betroffene beispielsweise darum gebeten, Kopien ihrer Ausweise zu schicken: Die Daten werden dann für Passfälschungen verwendet.

Beim ersten Verdacht, auf einen Heiratsschwindler hereingefallen zu sein, sollte man den Namen der Internetbekanntschaft mit dem Zusatz „Scammer“ in eine Suchmaschine eingeben. In vielen Fällen kann das ungute Gefühl so schon bestätigt werden. Als nächste Schritte empfiehlt die Kriminalprävention:

Blockieren: Jeglicher Kontakt sollte sofort abgebrochen werden. Am besten ist es, sich eine neue E-Mailadresse und Telefonnummer zuzulegen.

Ignorieren: Nicht auf Forderungen des Scammers eingehen und auf keinen Fall Geld überweisen, Schecks einlösen oder Briefe weiterleiten. Wenn schon Geld überwiesen wurde, sollte das sofort rückgängig gemacht werden – wenn noch möglich.

Sichern: Alle Mails und Chat-Texte als Beweis auf einer CD-ROM abspeichern.

Hilfe holen: Auch, wenn die Strafverfolgung schwierig ist: Opfer sollten bei der Polizei Anzeige erstatten. Das gilt vor allem, wenn sie schon Kopien von Ausweisdokumenten an den Scammer geschickt und konkrete Anhaltspunkte dafür haben, dass ihre Daten für gefälschte Ausweise missbraucht wurden. Eine Anzeige ist auch dann wichtig, wenn ein finanzieller Schaden entstanden ist – etwa weil man von der Bank wegen eines gefälschten Schecks rückbelastet wurde.

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