zur Navigation springen
Neue Artikel

23. November 2017 | 02:45 Uhr

Betriebshof auf Winter eingestellt

vom

svz.de von
erstellt am 29.Nov.2011 | 11:49 Uhr

Auch wenn sich vor allem der Nachwuchs weiße Weihnacht wünscht, für Reinhard Könning und seine Mannen vom Stadtbetriebshof kann die weiße Pracht ruhig noch etwas auf sich warten lassen. "Wir haben auch so noch alle Hände voll zu tun mit der Laubent sorgung und dem Baumschnitt", so der Betriebshofchef. Nichts desto trotz ist man hier aber auf Schnee und Eis vorbereitet. "Nach den großen Problemen im vergangenen Winter, wo wir unser Streusalz fast schon bis Weihnachten verbraucht hatten, haben wir jetzt vorgesorgt", betont Reinhard Könning und deutet auf die erweiterten Lagerkapazitäten. Um rund 25 Prozent habe man das Lager für Streusalz aufgestockt. 400 Tonnen sind hier deponiert, dazu kommen noch 200 Tonnen Streusand. Ob das allerdings reicht, wenn der Winter so wird wie der vergangene, dafür will Könning seine Hand lieber nicht ins Feuer legen.

311 Tonnen Streusalz und 1100 Tonnen Kies habe man im Winter 2010/11 auf die Straßen und Wege gebracht. "Salz war alle und die Industrie konnte nicht so schnell nachliefern. Also mussten wir notgedrungen auf Kies zurückgreifen."

Dem Stadtbetriebshof erging es da nicht anders als den anderen Winterdiensten. Doch diese haben ihre Konsequenzen gezogen, Lager entsprechend ausgebaut bzw. angemietet. Denn nachzukaufen im Winter, kommt weitaus teurer zu stehen. Da drängt sich förmlich die Frage auf, warum mietet die Stadt nicht noch zusätzliche Lagerkapazitäten an? Selbst wenn das Streusalz nicht komplett benötigt wird, schlecht wird es nicht. "Wir haben geprüft, zusätzlich noch Hallenkapazität anzumieten, doch das wird zu teuer", so Bürgermeister Fred Fischer.

Rund 60 Kilometer Straße hat der Stadtbetriebshof im Winterdienst zu beräumen und abzustumpfen. "Wir sind hier wieder mit einem Unimog und einem Atego im Einsatz. Und wenn es ganz arg kommt, haben wir noch einen Traktor mit Anhängestreuer", listet Reinhard Könning auf.

Laut Satzung sind in erster Linie die Durchgangsstraßen, die mit Schülerverkehr und die vor wichtigen öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Krankenhaus und dergleichen im Winterdienst. Vorrang haben für den Stadtbetriebshof aber die Wege in der Stadt und den Ortsteilen. Um Missverständnissen vorzubeugen; Vor den Grundstücken sind die Eigentümer für die Räumung und Abstumpfung zuständig. Wenn sich in ihrem Bereich eine Bushaltestelle oder ein Fußgängerübergang befindet, dann fallen auch diese in ihre Verantwortung, erläutert Könning.

Sieben Kilometer vor städtischen Grundstücken und per Vertrag mit der GWG Wohnungsgesellschaft GmbH drei Kilometer Gehweg vor deren Anwesen hat der Stadtbetriebshof in seiner Obhut. Zwei Iseti, einen Holder und einen 28 Jahre alten Multicar hat er im Gehwegbereich im Einsatz. "Der Multicar soll jetzt ersetzt werden. Wir hoffen, dass der neue zu Weihnachten zur Verfügung steht. Dann kann der Winter kommen", fügt Könning an.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen